Sophie Denkeler ist neue Pastorin in Bendestorf.

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Am Sonntag, 20. September, wird Pastorin Sophie Denkeler in der Bendestorfer Kirche von Regionalbischof Dieter Rathing ordiniert.

„Ich habe große Lust auf diese neue Aufgabe und freue mich auf Bendestorf“, sagt Sophie Denkeler. Seit September ist sie mit einer halben Stelle die neue Pastorin in der Ev.-luth. Kirchengemeinde in Bendestorf. Mit der anderen halben Stelle bleibt sie Religionslehrerin am Gymnasium Salzhausen. Am Sonntag, 20. September, wird sie von Regionalbischof Dieter Rathing ordiniert, Superintendent Dirk Jäger wirkt im Gottesdienst in der Bendestorfer Kirche mit, der um 14 Uhr beginnt. Um Anmeldung wird gebeten. (Gemeindebüro Tel. 04183-6740, mail: kirche-bendestorf(at)web.de)

Nach dem Theologiestudium in Hamburg und Heidelberg hätte sie auf ein Vikariat in der Nordkirche mehrere Jahre warten müssen, daher entschied sie sich, ihren Mann Christian Denkeler nach Bamberg zu begleiten. „Er absolvierte dort sein Rechtsreferendariat, und ich gab als Katechetin im Nebenamt Religionsunterricht“, sagt Sophie Denkeler. Ihre Söhne Lukas und Felix kamen zur Welt und sie unterrichtete an Grund-, Haupt- und Sonderschulen. Danach absolvierte sie ein vierjähriges berufsbegleitendes Vikariat. Nach dem zweiten theologischen Examen ging es für die Familie zurück nach Hamburg.

Ihr Mann stieg als Anwalt und Notar in eine Buchholzer Anwaltskanzlei ein, Sophie Denkeler übernahm die Diakonenstelle in Hollenstedt und unterrichtete an den Berufsbegleitenden Schulen in Buxtehude. 2006 trat sie als Quereinsteigerin in den Landesschuldienst ein und unterrichtet seither am Gymnasium Salzhausen. Seit Jahren engagiert sich Sophie Denkeler ehrenamtlich in der Ev.-luth. St. Paulus-Kirchengemeinde in Buchholz. Sie gab Konfirmanden-Unterricht, ist Kirchenvorsteherin, gehört zum Team des Zwischenhalt-Gottesdienstes und arbeitet intensiv mit Ehren- und Hauptamtlichen. „Ich bin dankbar für das, was ich machen durfte und kennengelernt habe. Die Paulus-Gemeinde ist sehr offen für Ideen. Wenn ich etwas umsetzen wollte, konnte ich es tun.“ Vom Kirchenvorstand wurde sie als Beisitzende in den Vorstand des Oekumenischen Hospizdienstes e.V. entsandt.

Die Buchholzer Pastoren Andreas Kern, Brigitte Bittermann, Wilhelm Nordmann und Michael Wabbel ermutigten Sophie Denkeler immer wieder, hauptamtlich als Pastorin zu arbeiten. Die halbe Stelle in Bendestorf gefiel ihr gut, so kann sie auch weiterhin als Lehrerin arbeiten. „Mit dem Kirchenvorstand sprach ich im Juni, sie haben mich sehr freundlich aufgenommen. Der Kirchenvorstand ist kompetent, souverän und zielstrebig. Das gefällt mir.“ Sophie Denkeler wird als Pastorin zur Probe von der Ev. Landeskirche Hannovers auf diese Stelle entsandt und nicht vom Kirchenvorstand gewählt.

Superintendent Dirk Jäger freut sich, dass die Bendestorfer Stelle nach längerer Vakanz wieder besetzt werden konnte. „Derzeit ist es nicht einfach, insbesondere Teilzeitstellen zu besetzen und es wird künftig wichtiger werden, auch Menschen mit vorangehender Lebens- und Berufserfahrung in anderen Bereichen für einen Dienst in der Kirche zu begeistern“, sagt Dirk Jäger.

„Ich freue mich, als Pastorin jetzt noch intensiver über meinen Glauben sprechen zu können. In der Schule geht es im Religionsunterricht eher um die Vermittlung von Wissen, die Analyse von Texten und eine Positionierung der Schüler. Und ich freue mich darauf, Menschen in verschiedenen Lebenssituationen Halt zu geben, sie zu begleiten und mit ihnen über das zu sprechen, was sie bewegt.“

In ihrer Freizeit fährt sie oft mit dem Fahrrad und sie hofft, mit ihrem Mann nach der Corona-Zeit wieder kulturelle Veranstaltungen besuchen zu können. „Ich bin gespannt auf die Menschen hier und bin froh, den Weg der hauptamtlichen Pastorin jetzt einzuschlagen, das stand für mein Leben doch noch aus.“

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Pastorin Sophie Denkeler vor der Bendestorfer Kirche. Foto: C.Wöhling
Pastorin Sophie Denkeler vor der Bendestorfer Kirche. Foto: C.Wöhling