Jesteburger Orgel im Lichtermeer

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Am "Lichtermeer" am Donnerstag, 5. November, in Jesteburg nimmt die Ev.-luth. St. Martins-Kirchengemeinde Jesteburg mit einer Lichtprojektion teil. Sie wollen über ihr Orgel-Spendenprojekt informieren. Die Orgel muss dringend saniert und repariert werden.

Mit einer Lichtprojektion nimmt die Ev.-luth. St. Martins-Kirchengemeinde Jesteburg zum ersten Mal am Lichtermeer, Donnerstag, 5. November, in Jesteburg teil. Traditionell beleuchten Jesteburger Einzelhändler am ersten Donnerstag im November ihre Geschäfte mit stimmungsvollen Lichtern und laden zum abendlichen Shopping von 17 - 21 Uhr ein. „Wir zeigen an der Wand des Gemeindehauses Bilder unserer Orgel. Sie muss saniert und repariert werden. Darüber möchten wir die Jesteburgerinnen und Jesteburger gern informieren“, sagt Carola von der Lieth, ehemalige Kirchenvorsteherin und Kirchenführerin in Jesteburg.

Das Lichtermeer ist für das engagierte Team um Hiska Karrasch-Bergander, Carola von der Lieth und Matthias Lüschen die Auftaktveranstaltung des Orgel-Spendenprojekts. „Viele Holzteile sind von Schimmel befallen, einige Pfeifen leiden unter Metallfraß. Der Schimmel muss dringend entfernt, und Pfeifen und Werk müssen repariert werden“, sagt Matthias Lüschen vom Kirchenvorstand. Sanierung und Reparatur kosten etwa 43.000 Euro, die Kirchengemeinde selbst muss zwei Drittel übernehmen, also etwa 30.000 Euro. Daher hat sich eine Gruppe aus engagierten Jesteburgern gefunden, die mit verschiedenen Ideen, Anträgen, Aktionen und Veranstaltungen das Geld bis Juli 2021 zusammenbekommen will.

„Jahrhundertelang waren Orgeln die komplexesten Maschinen, die Menschen erbauen konnten. Die Orgel ist ein Zeugnis traditioneller Handwerkskunst und muss als Kulturgut erhalten bleiben“, sagt Axel Schaffran. Der Chorleiter gehört ebenfalls zum Team und wird Orgelführungen unter verschiedenen Themen anbieten. „Die Orgel gehört zur Kirche. Ich verbinde mit der Orgel ganz emotionale Momente, etwa als unsere Tochter getauft wurde. Gottesdienste, Hochzeiten, Taufen, Konfirmationen – all das kann ich mir ohne Orgelmusik nicht vorstellen“, sagt Hiska Karrasch-Bergander. 

Die Orgel wurde von Eduard Meyer aus Hannover im Jahr 1842 für den Neubau der Jesteburger Kirche angefertigt. Sie besteht, wie alle anderen Orgeln, aus hunderten Pfeifen und tausenden Einzelteilen und gilt als „Königin der Instrumente“. 

Das Team plant für die nächsten Monate verschiedene Aktionen unter Corona-Bedingungen: Orgelführungen für kleinere Gruppen, die dann öfter stattfinden. Orgelkonzerte für wenige Menschen in der Kirche und einer Übertragung nach draußen.

Wenn Sie die Sanierung und Reparatur der Jesteburger Orgel unterstützen möchten, können Sie dies gern tun.
Die IBAN des Spendenkontos lautet: DE 40 207 500 00 00 90 40 17 20, Kennwort: Orgelrestaurierung

Weitere Informationen finden Sie auch auf der Internetseite der Kirchengemeinde: www.kirche-jesteburg.de

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BU: v.l.n.r. Hiska Karrasch-Bergander, Carola von der Lieth, Axel Schaffran und Matthias Lüschen vor der Jesteburger Orgel. Foto: Christine Streichert
v.l.n.r. Hiska Karrasch-Bergander, Carola von der Lieth, Axel Schaffran und Matthias Lüschen vor der Jesteburger Orgel. Foto: Christine Streichert