Geeske Brinkmann ist neue Vikarin in Buchholz.

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Für zwei Jahre ist Geeske Brinkmann Vikarin in der Buchholzer St. Paulus-Kirchengemeinde. Pastor Arne Hildebrand ist ihr Vikariatsleiter in dieser Zeit.

Geeske Brinkmann (32) ist seit November neue Vikarin in der Ev.-luth. St. Paulus-Kirchengemeinde in Buchholz. In ihrer zweijährigen Ausbildungszeit wechselt sie alle paar Monate von Buchholz nach Loccum, wo sie ihr Predigerseminar absolviert. Im Frühjahr ist eine Schulphase am Albert-Einstein-Gymnasium in Buchholz eingeplant, mit der sie ihre Befähigung erlangt, auch Religionsunterricht zu erteilen.

Geeske Brinkmann ist in den Niederlanden aufgewachsen. Als sie elf Jahre alt war, zog die Familie nach Bochum. Nach dem Abitur absolvierte sie ein Freiwilliges Soziales Jahr in einer ökumenischen Einrichtung für geistig behinderte Menschen in Belgien. Dann zog sie für das Studium wieder nach Amsterdam, später nach Göttingen. Sie studierte Mathematik und Ev. Theologie bis zum Bachelor-Abschluss, entschied sich dann aber für die Theologie. „Ich habe im Studium gemerkt, dass ich mehr Lust habe, mit Menschen zu arbeiten und sie in verschiedenen Lebenssituationen zu begleiten. Ich selbst habe Kirche als Gemeinschaft erlebt, die Menschen in ihren eigenen Situationen stärkt. Das wollte ich auch weitergeben“, sagt Geeske Brinkmann. Für ein Auslandsjahr ging sie nach Lausanne in die Schweiz. Ihr Hauptstudium absolvierte sie an der Humboldt-Universität in Berlin.

Wie unterschiedlich hat sie Kirche in Belgien, den Niederlanden und der Schweiz erlebt? 

„In den Niederlanden haben sich verschiedene reformierte Gemeinden gemeinsam auf den Weg gemacht, Kirche zu werden. Dadurch gibt es dort viele lebhafte Gottesdienstformen. Die Kirche fragt Menschen gezielt, was sie von der Kirche erwarten. Man denkt dort Kirche „neu“. Die Gottesdienste sind ansprechend, weil auch gerade viele jüngere Menschen sich mit ihren Fragen einbringen. Die Gesellschaft in den Städten geht aber auch kritisch mit der Tradition der Kirche um. Und die Kirche wiederum versucht, sich mit dieser Kritik auseinanderzusetzen, was dafür sorgt, dass sie lebendig bleibt.“

Und in der Schweiz? „In der Schweiz ist es ähnlich. Kirche wird dort sehr in Frage gestellt, vor allem in den Städten. Daher versucht man, Menschen mit neuen Gottesdienstformen zu gewinnen. Für einen besonderen Gottesdienst veränderten wir die Stadtkirche in Lausanne in ein Wohnzimmer, in dem wir gemütlich zusammensaßen und eigene Fragen diskutierten. Man zeigt den Menschen, dass es um sie geht.“ 

In Buchholz konnte sie vor dem Lockdown noch den Zwischenhalt-Gottesdienst kennenlernen: „Das Team hat eine unglaubliche Dynamik und stellt Fragen, die sie wirklich beschäftigen. Die hauptamtlichen Mitarbeitenden versuchen, weiter das zu tun, was ihnen wichtig ist: Die befreiende Botschaft von Jesus weiter zu tragen, trotz der Distanz.“ Mit ihrem Mann und ihrer 15 Monate alten Tochter wohnt sie in Buchholz. In ihrer Freizeit paddeln sie gern und fahren in einem Kajak auf der Elbe.

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Geeske Brinkmann.  Foto: C.Wöhling
Geeske Brinkmann vor Buchholzer St. Paulus-Kirche. Foto: C.Wöhling