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Hühnerprojekt in San Jorge

Das unter dem Namen "Hühnerprojekt" bekannt gewordene Projekt in der Partnergemeinde des Kirchenkreises in El Salvador geht in die dritte Phase. Hühner sind hierbei nur Mittel zum Zweck. Es geht hier tatsächlich um eine Anleitung zur Selbsthilfe, Unterstützung bei der Selbstorganisation, Hilfe zur kommunalen Stärkung und noch vieles mehr. Das Projekt ist überaus erfolgreich: "Über 80 % der bisher vom Projekt Begünstigten konnten tatsächlich nach Ablauf der Aufbauphase ihren Anteil an Hühnern an "die Nächsten" weitergeben. Ein riesiger Erfolg für Projekte dieser Art", sagt Pastor Peter M. Schwarz vom El-Salvador-Ausschuss des Kirchenkreises. Hier sein Bericht:

Es ist ein Kampf um die eigene Existenz. Hunger, Dürren und Überschwemmungen, kurz: Naturkatastrophen unterschiedlichster Art, machen das Überleben schwer. Seit 2009 unterstützt der Kirchenkreis Hittfeld durch Spenden die Arbeit der Nicht-Regierungs­organisation OIKOS Solidaridad in der Partnergemeinde San Jorge und Piedra Azul. Diese Organisation hat die notwendigen Kontakte in der Region, die Nähe zu den Menschen und bietet uns sowie der Gemeinde vor Ort die nötige Kooperation.

Tatsächlich wurden zunächst Hühnerställe gebaut und mit Leben gefüllt. Aber es ist ein langer Weg mit viel Eigenarbeit. Da müssen zunächst die Begünstigten ausgewählt werden. In der Regel sind dies Frauen und Mütter, die dringend dieser Unterstützung zum täglichen Überleben benötigen. Aber sie sollen auch in der Lage sein, eigenständig die Erträge zu verwalten, Überschüsse zu erwirtschaften und an andere weiterzugeben, die Interesse haben, sich gemeinschaftlich zu organisieren. Sie sollen also für die Gemeinschaft solidarisch denken und arbeiten lernen. Hinzu kommen Wiederaufforstungskampagnen, in die auch die Jugendlichen der Gemeinden Piedra Azul und San Jorge eingebunden sind. Das ist hier dringend notwendig, denn die Region ist ökologisch sehr angegriffenen und verwundbar. Gemeinsam wurden Gräben ausgehoben um tropischen Starkregen nicht die Berghänge abschwemmen zu lassen. Gemeinsam nahm man an einer regionalen Saatgutmesse teil, verkaufte eigene Produkte, organisierte sogar den Aufbau / Abbau mit.

Unser Dank geht dafür unbedingt an OIKOS, ohne deren unermüdliche Begleitung diese Arbeit nicht möglich wäre.

Unser Dank geht vor allem aber auch an Sie, liebe SpenderInnen und auch LeserInnen, die das Projekt unterstützen oder durch Ihr Interesse an dieser Arbeit weitertragen! Denn, so wie das Projekt läuft, läuft es fantastisch!

Ihr El Salvador-Ausschuss im Kirchenkreis Hittfeld