 |   Superintendent Dirk Jäger, Elisabeth Meinhold-Engbers, Dr. Erhard Schäfer und Ines Appel (vlnr)
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Zu einem Grundsatzgespräch über aktuelle sozialpolitische Themen hatte das Diakonische Werk der Kirchenkreise Hittfeld und Winsen am 30. Juni Vertreter der Kreistagsfraktion Bündnis 90 / Die GRÜNEN eingeladen. Elisabeth Meinhold-Engbers, Mitglied im Jugendhilfeausschuss, und Dr. Erhard Schäfer als Mitglied im Sozialausschuss des Kreistages kamen der Einladung durch den Diakonie-Geschäftsführer Ralf Burmeister in die neuen Räume im „Haus der Diakonie“ in Winsen gerne nach.
Sie wurden begrüßt vom Superintendenten des Kirchenkreises Hittfeld, Dirk Jäger, der in seiner Funktion als Vorsitzender des Diakonieverbandes der beiden Kirchenkreise die Gäste durch das Haus führte und gemeinsam mit Burmeister und der stellvertretenden Geschäftsführerin Ines Appel über die konkreten Beratungsangebote der Diakonie informierte. „Wir möchten über soziale Grundsatzfragen und die Situation im Landkreis Harburg mit den Parteien ins Gespräch kommen und uns über die gegenseitigen Wahrnehmungen und Einschätzungen austauschen.“, so Jäger.
Einigkeit bestand darin, dass die von der Bundesregierung geplanten Sparmaßnahmen sozial unausgewogen seien und zu einem späteren Zeitpunkt auch den Landkreis und seine Sozialausgaben belasten werden. So führe die Abschaffung der Rentenversicherungsbeiträge für Hartz-IV-Empfänger zu Beitragslücken, die in späteren Jahren Altersarmut verstärke. Für die Grundsicherung müsse dann der Landkreis aufkommen. „Sozialausgaben werden nicht eingespart, sondern nur in die Zukunft verschoben“, so Kirchenkreissozialarbeiterin Ines Appel.
„Preiswerter Wohnraum ist knapp“, erklärte Dr. Schäfer, der sich wünschte, dass der Informationsaustausch zwischen den Verbänden der Wohlfahrtspflege und den politischen Parteien im Landkreis verbessert wird. Durch das Fehlen von kommunalem Wohnraum werde der Landkreis in Zukunft sehr hohe Unterbringungskosten haben. Auch Meinhold-Engbers hatte einen Vorschlag, die Effektivität der politischen Arbeit zu erhöhen. „Durch einen integrativen Ansatz bei der Zusammenarbeit von verschiedenen Kreisausschüssen ließen sich einige Problemfelder sinnvoller bearbeiten.“ Die Unterstützung durch Informationen der Wohlfahrtsverbände wie dem Diakonischen Werk sei dabei für die Kreispolitik ein wichtiges Hilfsmittel bei der Beurteilung von Sachverhalten.
Auf dem Foto sind:
Von links: Superintendent Dirk Jäger, Elisabeth Meinhold-Engbers, Dr. Erhard Schäfer, Ines Appel vor dem Beratungszentrum im „Haus der Diakonie“ Winsen, Im Saal 27 am 30. Juni 2010
Text und Foto: Ralf Burmeister
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