Herzlichen Glückwunsch 50 Jahre Thomaskirche Klecken

Wie schön, dass du gebaut worden bist, wir hätten dich sonst sehr vermisst…

Die Urkunde im Wortlaut:

„Heute, am Sonntag 7. November des Jahres 1965, wird durch den Superintendenten, Karl Heinz Meyer, aus Hittfeld der Grundstein für unsere Kapelle zu Klecken gelegt. Sie wird gebaut auf das Betreiben der Gemeinde, die sie zu einem überwiegenden Teil finanziert und sie - einschließlich des Grundstücks – an die evangelisch-lutherische Kirche übertragen wird. In erster Linie soll die Kapelle den Beisetzungsfeiern auf dem Friedhof, der in demselben Jahre eingerichtet worden ist, dienen.

Ebenfalls werden nun alle anderen kirchlichen Veranstaltungen hier stattfinden können.“

Unterzeichnet von:

Karl-Heinz Meyer (Superintendent), Wilhelm Glade (Bürgermeister)

und den Ratsherren: Willi Cohrs, Wilhelm Albrecht, Willi Matthies, Wolf Baron von Klencke, Walter Wietrek, Otto Wildung, Hermann Schlüter, Adalbert Hübner, Werner Wattenberg, Rudolf Stöver

In seiner Ansprache hob Sup. Meyer hervor, „dass die Kapelle nicht nur eine Kapelle des Friedhofs, sondern ebenso des Friedens für die Menschen, die sie aufsuchen, sein soll.“ (HAN 8.11.1965)

 

Die Einweihung der Thomaskapelle am 3. Advent 1966

„Friede sei mit euch“ und „Ich weiß, daß mein Erlöser lebt“ – so steht es auf je einer der beiden Glocken, die am 11. Dezember 1966 zum ersten Mal läuteten. Mit einem feierlichen Gottesdienst wurde am 3. Adventssonntag die Thomaskapelle in Klecken eingeweiht. Mit dabei im Gottesdienst waren Landessuperintendent Andersen aus Lüneburg und Superintendent Meyer aus Hittfeld. Bürgermeister Wilhelm Glade übergab dem Landessuperintendenten den Schlüssel für das neue Gotteshaus. Viele Menschen, die dabei sein wollten fanden keinen Platz mehr in der Kapelle und standen bei nebligem Wetter draußen. Noch zwei Tage vor der Einweihung waren die Handwerker am Neubau mit letzten Arbeiten beschäftigt gewesen. Namensgeber der Kapelle, der „ungläubige“ Jünger Thomas, der die Hände von Jesus berührt, ist als schmiedeeisernes Wandrelief an der Innenseite der damaligen Außenwand zu sehen, entworfen von der Künstlerin Charlotte Clauß.

Das Hamburger Abendblatt berichtet: „Für die über Tausend Protestanten in Klecken bedeutet diese neue Kirche endlich einen geregelteren und intensiveren Gottesdienst als bisher. Nur einmal im Monat wurde sonst Gottesdienst in der Schule gefeiert“.  Für den Sonntag nach der Einweihung waren bereits  10 Kinder zur Taufe angemeldet.

 

1966 wurde die Thomaskapelle der Hittfelder St. Mauritius Kirchengemeinde übereignet. Sieben Jahre später, 1973,  wurde dann  Klecken als 4.  Pfarrstelle von Hittfeld eingerichtet  und zum 16. Oktober mit Pastor Horst Schubert erstmalig besetzt. Regelmäßig fanden jetzt Gottesdienste am 1. und 3. Sonntag im Monat statt, auch Kindergottesdienste wurden gefeiert.

Und weiter ging es: 1979 stand das Pfarrhaus im damaligen Kapellenweg fertig da. Und schon bald darauf dachte man in Klecken an eine Verselbständigung und setzte das Vorhaben zum 1. Januar 1987 als Thomaskirchengemeinde um. Erweitert um das Gemeindehaus, 1989, konnte nun der Gottesdienstraum durch eine faltbare Schiebetür vergrößert werden. Folgerichtig war man im Kleckener Kirchenvorstand bestrebt, aus der Thomaskapelle eine Thomaskirche zu machen, 1991 wurde die Umbenennung von der Landeskirche genehmigt.

 

Rückblickend können wir nur mit Dank dieser Entscheidung und Entwicklung zum Kirchenbau gedenken und dabei in den Folgejahren sehen, wie sich in  Kirche und Gemeindehaus das Gemeindeleben  segensreich  entwickelt hat. Der Wunsch eigenständig zu sein hat der Kleckener Thomaskirchengemeinde ein deutliches Profil ermöglicht, dem sich viele Menschen, nicht  nur in Klecken, immer wieder gern und ehrenamtlich tätig angeschlossen haben. Mit dem Wunsch der Kleckener Gemeinde, das eigene Gemeindeleben dauerhaft  zu unterstützen, ist 2007 die Thomasstiftung gegründet worden. Mit dem jährlichen Ertrag aus dem Stiftungsvermögen können wichtige Aufgaben (z.B. die Küsterstelle) finanziert werden.

 

Mit dieser beeindruckenden 50 jährigen Kirchengeschichte verbindet sich nun auch die Notwendigkeit, in die Zukunft zu schauen und zu planen. Die verlässliche Zusammenarbeit mit der Nenndorfer Kreuzkirchengemeinde hat uns ermutigt neue Wege zu beschreiten und in einem Jahr im Juni 2017 das Zusammenlegen beider Kirchengemeinden zu feiern, um daraus neue Kräfte und Impulse zu entwickeln, damit die Glocken der Thomaskirche auch noch lange zum Gottesdienst rufen und einladen.

Möge Gottes Segen auch weiterhin über unserem Wirken liegen, denn Gott sei Dank sind  viele Menschen von Anfang an beteiligt, dass diese Kirche lebendig ist.

Ein alter Haussegen (aus Schlesien) möge auch in Zukunft unsere Kirche begleiten.

Die Freundlichkeit Gottes segne dieses Haus.

Das Lächeln des Himmels sei über diesem Haus.

Die Güte des liebenden Gottes sei in diesem Haus.

 

Dorothea Blaffert, Pastorin

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