01.03.2017 11:13 Alter: 22 days
Kategorie: Allgemeines

"Luther: Idol & Fetisch": Ausstellung in der Kulturkirche St. Johannis


500 Jahre Reformation: Im Jubiläumsjahr zeigt die Kulturkirche St. Johannis in Buchholz gemeinsam mit dem Kunstverein Buchholz die Ausstellung "Luther: Idol & Fetisch". Die Ausstellung ist vom 5. März bis zum 2. April im Kunstverein (Kirchenstr. 6 in Buchholz) und in der Kulturkirche St. Johannis (Wiesenstr. 25 in Buchholz) zu sehen, die Vernissage findet am Sonntag, 5. März, um 11 Uhr im Kunstverein Buchholz und dann um 11.45 Uhr in der Kulturkirche statt. Die Begrüßung hält Pastor Jürgen P. Stahlhut, Dr. Sven Nommensen vom Kulturverein führt in die Ausstellung ein. Musikalisch begleitet wird die Vernissage von Jörg Malten.

Die Ausstellung zeigt Grafiken aus dem 19. Jahrhundert im Dialog mit Thomas Behling (Berlin), Christian Holtmann (Bremen) und Sandra Munzel (Wietze bei Celle).

Zur Ausstellung schreibt Dr. Sven Nommensen vom Kulturverein Buchholz:

Luther, so die These dieser Ausstellung, wollte dem Missbrauch der Bilder und ihrer Überhöhung zum Idol und Fetisch nicht durch ihren Sturz oder gar ihre Vernichtung entgegenwirken, er wollte vielmehr dem Betrachter die Freiheit zurückgeben, über das Bild mit seinem Blick, seinem Verstand und Verständnis in eigener Entscheidung zu verfügen. "Die Bilder sind weder das eine noch das andere, sie sind weder gut noch böse, man kann sie haben oder nicht haben", schrieb Luther. Aus diesem Zitat kann gefolgert werden, dass Kunstbetrachtung nicht mehr der Verbindlichkeit unterworfen ist, sondern einen gewissen Freiraum erhält. Diesen Freiraum gilt es nun, in der Interpretation des Religiösen auszuloten. Hierzu werden Künstler wie Sandra Munzel, Thomas Behling und Christian Holtmann eingeladen, um diese (neu-) gewonnene Freiheit zu thematisieren.

Begleitend zur Ausstellung finden ein Workshop zu "Luther reformed", ein Vortrag über den "verstörenden Luther", eine Exkursion nach Potsam ins Museum Barberini, ein Künstlergespräch mit Thomas Behling und Christian Holtmann und ein Vortrag von Dr. Sven Nommensen (siehe Flyer).