Was schreiben Menschen einen Tag vor ihrer Hinrichtung an ihre Angehörigen? Was sind letzte Gedanken oder Worte, die sie an Familie und Freunde richten? Aus Abschiedsbriefen der vier Lübecker Märtyrer aus dem Gefängnis erfahren wir, was die vier Geistlichen in ihren letzten Stunden bewegte. Sie wurden von den Nationalsozialisten ermordet. "Heute darf ich sterben" ist der Titel der Lesung in der Johanneskirche in Tostedt am Sonntag, 26. Februar, um 17 Uhr. Tostedts Altpastor Jörg Deneke und Karlheinz Kämpker von der Herz-Jesu-Gemeinde lesen aus den Briefen der Märtyrer, Wiebke Corleis sorgt für die musikalische Begleitung.
Mit dieser Veranstaltung setzen die evangelische Johannesgemeinde und die katholische Heilig Herz-Jesu Kirche ihre ökumenische Reihe über die Lübecker Geistlichen - drei katholische Priester und ein evangelischer Pastor, die aufgrund ihres Widerstandes gegen die Nazis hingerichtet worden - fort. Die Briefe bieten ein anschauliches Beispiel für die Menschenverachtung des Hitler-Regimes und stellen einen weiteren Beitrag in der aktuellen Auseinandersetzung Tostedts mit der Gesinnung der Neonazis dar.
Lesung und Musik "Heute darf ich sterben" in der Tostedter Johanneskirche am Himmelsweg am Sonntag, 26. Februar um 17 Uhr. Der Eintritt ist frei.