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Andachten, Finanzpläne, Adventskalender: Eckhard Gudelius ist seit 30 Jahren Kirchenvorsteher

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Welche Bereiche betreut er, was hat ihn motiviert, Kirchenvorsteher zu werden, welchen Rat kann er den neu gewählten Kirchenvorstehern geben?

Die im März neu gewählten Kirchenvorsteher treffen sich in diesen Wochen zu ersten Kirchenvorstandssitzungen in ihren Gemeinden. Sie engagieren sich für die Kirche in ihrem Ort, etwa in der Kirchenmusik, für den Kindergarten, den Friedhof, oder im Finanz- oder Bauausschuss. Seit 30 Jahren ist Eckhard Gudelius ehrenamtlicher Kirchenvorsteher (KV) der Ev.-luth. Kirchengemeinde Meckelfeld und hat in dieser Zeit mit 14 Pastorinnen und Pastoren zusammengearbeitet. Was motiviert ihn, welche Bereiche betreut er, welche Tipps kann er neu gewählten Kirchenvorstehern geben? 

Angefangen hat alles mit der Männergruppe der Gemeinde, in die er noch aktiv eingebunden ist. „Früher tauschten wir den Sand auf dem Spielplatz aus, verkauften Glühwein beim Adventsmarkt oder verlegten Teppich in Räumen der Mutter-Kind-Gruppe. Seit 35 Jahren treffen wir uns monatlich.Die Gemeinschaft ist so wohltuend, die möchte keiner von uns missen“, sagt Gudelius (72), der mit seiner Frau in Meckelfeld lebt. Der damalige Pastor Christian Stephan sprach ihn an, ob er sich die Aufgabe des Kirchenvorstehers vorstellen könne. „Ich bin bekennender Christ, Nächstenliebe steht für mich an erster Stelle in der Kirche. Das wollte ich auch zeigen und nicht nur am Gottesdienst teilnehmen oder Gesangbücher verteilen.“ 1988 wurde Gudelius Kirchenvorsteher. Er übernahm kleine Lesungen, beteiligte sich bei Fürbittengebeten, ließ sich später zum Lektor ausbilden und durfte somit „eigene“ Gottesdienste gestalten und mit der Gemeinde feiern. Mit 70 Jahren gab er die Lektorentätigkeit auf. Seitdem feiert er noch regelmäßig Andachten mit Senioren im Seniorenheim KerVita in Meckelfeld. Und er bringt sich gelegentlich ein bei Andachten im Rahmen der „offenen Kirche“ in Meckelfeld.

Eckhard Gudelius kümmert sich um die Finanzen der Gemeinde, hat alle Einnahmen und Ausgaben fest im Blick. „Einmal im Monat bin ich im Kirchenkreisamt Winsen, um unsere Ergebnisrechnung abzustimmen. Dadurch habe ich schon einen guten Überblick, was die Kirchengemeinde finanziell zur Verfügung hat.“ Auch in seiner Berufszeit hatte er mit Finanzen zu tun, als Mitarbeiter der Deutschen Bundesbahn war er unter anderem zuständig für die Durchführung und Abrechnung von Maßnahmen der Notfallvorsorge, die den Bahnen vom Bundesverkehrsministerium erstattet wurden. 

Die finanziell gewichtigsten Projekte in Meckelfeld waren der Bau des Familienzentrums, die Renovierung und Umgestaltung der Friedhofskapelle Meckelfeld und der dreimalige Wiederaufbau der abgebrannten Kapelle Over. Aber dabei konnte er sich stets auf die Meckelfelder verlassen, trotz gesunkener Mitgliedszahlen bleibt das jährliche Spendenaufkommen konstant. Viel Spaß bereitet ihm die Vorbereitung des Meckelfelder Adventskalenders, dessen Erlöse dem Familienzentrum zufließen.

Welche Tipps kann er neu gewählten Kirchenvorstehern geben?

„Sie sollten sich ein Betätigungsfeld aussuchen, in das sie sich mit Herz einbringen wollen. Dann hat man Erfolgserlebnisse und dann macht die Arbeit Spaß. Und man sollte nicht Alles  persönlich nehmen und erst einmal eine Nacht darüber schlafen, wenn man sich geärgert hat.“

Zum Start in die Kirchenvorstandsarbeit lädt der Kirchenkreis Hittfeld alle gewählten Kirchenvorsteher am Mittwoch, 5. September, zu einem Welcome-Abend in den Garten der Hittfelder Superintendentur ein, der Kirchenkreis Winsen hat am 14. September seine Willkommens-Veranstaltung. Mit der Reihe „Fit im KV“ bieten die beiden Kirchenkreise im Herbst viele informative Seminare und Informationsveranstaltungen an, damit die Kirchenvorsteher gut vorbereitet sind.

 

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Eckhard Gudelius vor der Meckelfelder Kirche. Foto: C.Wöhling
Eckhard Gudelius vor der Meckelfelder Kirche. Foto: C.Wöhling