Aktuelles

Brigitte Bittermann verabschiedet sich aus Buchholz.

|   News aus dem Kirchenkreis

Pastorin Brigitte Bittermann wechselt von der Ev.-luth. Kirchengemeinde St. Paulus in Buchholz nach Thessaloniki, Griechenland.

„Zerreiß deine Pläne. Sei klug und halte dich an Wunder.“ In der Einladungskarte zu ihrem Verabschiedungs-Gottesdienst zitiert Pastorin Brigitte Bittermann die Schriftstellerin Mascha Kaléko. Sie hat es genauso getan. Alte Pläne verworfen und auf neue Wunder gesetzt: Zum 1. September wechselt Pastorin Brigitte Bittermann (59) von der Buchholzer St. Paulus-Kirchengemeinde zur deutschen Gemeinde in Thessaloniki, Griechenland. Für sechs Jahre ist sie dort Pastorin. „Ich kenne Griechenland nicht, aber ich bin gespannt und neugierig“, sagt die Theologin. Am Sonntag, 12. August, wird sie um 10 Uhr im Gottesdienst in der Paulus-Kirche und anschließendem Beisammensein im Paulus-Haus verabschiedet.

„Ich bin zuständig für Nord-Griechenland“, sagt Brigitte Bittermann. In der deutschen Gemeinde in Thessaloniki leben etwa 400 Gemeindeglieder: „Das sind Mitarbeiter des Goethe-Instituts und des Konsulates, Lehrer der internationalen Schule und viele deutsche Frauen, die mit einem Griechen verheiratet sind.“ Griechisch spricht Pastorin Bittermann nicht. Noch nicht. Derzeit besucht sie eine Sprachschule auf Kreta.  

Warum geht sie ins Ausland? „Meine Kinder sind erwachsen und aus dem Haus. Ich bin frei und habe in den letzten drei Jahren schon Urlaubsseelsorge in Lettland, Venedig und Österreich übernommen. So kam mir die Idee einer Pfarrstelle im Ausland.“ An Thessaloniki reizt sie die diakonisch geprägte Gemeinde. „Die Gemeinde engagiert sich sehr für Flüchtlinge, für alleinerziehende Mütter, hat zwei Sozialarbeiterinnen eingestellt, betreibt eine Kleiderkammer und sogar eine eigene Blutbank für Gemeindeglieder, weil die medizinische Versorgung nicht so gut ist.“ 

Ein Kirchengebäude gibt es nicht. „Die Kirche der deutschen Gemeinde befindet sich auf einer Etage in einem Wohnhaus in der Stadt. Es gibt einen Kirchraum, drei Gemeinderäume, ein Büro. Große Gottesdienste, etwa zu Beginn des neuen Jahres, werden dann schon einmal auf dem Dach des Konsulates, in der deutschen Schule oder im Goethe-Institut gefeiert.“ 

Zur Buchholzer St. Paulus-Gemeinde kam Pastorin Bittermann im August 2013. Schwerpunkte ihrer Arbeit waren Seelsorge, Angebote für Frauen und Alleinerziehende, die Arbeit mit Konfirmanden und Jugendlichen, die Plan-B-Gruppe, zudem hat sie sich für das Sternenkinder-Grabfeld auf dem Friedhof eingesetzt. „Ich habe hier gern Gottesdienste gefeiert, den Kindergarten begleitet und mit der katholischen Gemeinde zusammengearbeitet“, sagt Pastorin Bittermann. Vor ihrer Zeit in Buchholz hat sie an der Paul-Gerhardt-Schule in Dassel im Solling als Schulseelsorgerin gearbeitet. Ihre erste Pfarrstelle übernahm sie in Bühle/Sudheim bei Northeim. Studiert hat sie in Göttingen, Basel, Heidelberg, Jerusalem und Sao Leopoldo (Brasilien). „Ich glaube, ich war schon immer ein Vagabund, ich muss in die Welt hinaus.“

Ende August fährt Brigitte Bittermann mit Hündin Nala nach Thessaloniki. Ihr Sohn Mathis (24) wird sie dorthin begleiten, vielleicht kommt auch ihre Tochter Henrike (26) mit, die bis Ende Juli das Community-Center auf Lesbos leitet. Ihren Hobbies kann sie auch in Griechenland gut nachgehen: spazieren gehen, tanzen, pilgern, lesen, Musik hören.

 

 

 

Zurück
Pastorin Brigitte Bittermann.
Pastorin Brigitte Bittermann.