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Pastor Fulko Steinhausen wird verabschiedet.

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Am Sonntag, 5. August, wird Fulko Steinhausen in der Hollenstedter St. Andreaskirche verabschiedet. Er wird Superintendent in Verden.

„Es war eine erfüllte Zeit, ich gehe mit großer Dankbarkeit. Die 15 Jahre in Hollenstedt habe ich im Schatzkästchen meines Lebens und darüber bin ich glücklich. Aber Verden ist genau die Herausforderung, die ich gebraucht habe“, sagt Fulko Steinhausen. Der 49-jährige Pastor wird Superintendent im Kirchenkreis Verden. Pastor Dr. Florian Schneider, stellvertretender Superintendent des Kirchenkreises Hittfeld, wird Fulko Steinhausen am Sonntag, 5. August, um 15 Uhr in der Hollenstedter St. Andreaskirche entpflichten. 

Steinhausen hat in Bielefeld, Hamburg und Leipzig studiert. Nach seinem Vikariat in Peine arbeitete er drei Jahre als Personalreferent der Robert-Bosch-GmbH. „Ich wollte für mich klären, ob ich wirklich Pastor werden wollte. Nach einem Jahr wusste ich, dass ich ins Pfarramt wollte, ich brauche den Kontakt zu Menschen, bin neugierig auf sie und will sie an den wichtigen Scheidepunkten ihres Lebens begleiten. Auch heute bin ich immer noch mit Leib und Seele Pastor, es ist nach wie vor ein toller Beruf für mich.“

In Hollenstedt nahm er 2003 seine erste Pfarrstelle an. „Die Zusammenarbeit im Pfarramt, erst mit Olaf Koeritz, jetzt mit Volker Klindworth, war immer absolut vertrauensvoll, wertschätzend, ohne Konkurrenz. Ein echtes Fundament für gelingende Arbeit. Und der Kirchenvorstand war immer zu Veränderungen bereit.“ Steinhausen hat die „Auftakt“-Gottesdienste eingeführt, die sehr erfolgreich in Hollenstedt laufen: „Wir haben gesellschaftlich-relevante Themen diskutiert, etwa die Ehe für alle, die Love Mobile oder das Bienensterben, und damit viele Menschen erreicht, die mit den normalen Gottesdiensten nicht viel anfangen können.“ Auch die Mahlzeit-Gottesdienste, die Tauffeste an der Este, die Oster-Gottesdienste oder die Himmelfahrtsgottesdienste mit der Nachbargemeinde Moisburg sind zu festen Punkten im Hollenstedter Kalender geworden. Mit viel Fundraising-Geschick trieb Steinhausen große Baumaßnahmen voran, von der Altar- bis zur Gemeindehausrenovierung. Er absolvierte zwei Zusatzausbildungen als Gottesdienstberater und als systemischer Seelsorger. 

Wichtig waren ihm die Fastenwoche vor Ostern und die Schweigefreizeit im Gethsemanekloster bei Goslar. „Während der Schweigefreizeit habe ich immer gespürt, dass das der Kern von Kirche ist, das Spirituelle, Religiöse.“

Nach dem Weggang von Pastor Olaf Koeritz übernahm Steinhausen zunehmend mehr Verwaltungstätigkeit, wurde Mitglied im Kirchenkreisvorstand. „Ich habe gemerkt, dass mir diese Arbeit liegt und ich gern auf Kirchenkreisebene mitgestaltet habe.“ Er bewarb sich auf die Stelle des Superintendenten in Verden. „Der Kirchenkreis Verden setzt einen Schwerpunkt auf gemeindliche Arbeit, das liegt mir. Mit meinen Erfahrungen und Ausbildungen möchte ich die Gemeinden stark machen, so dass die Arbeit auch angesichts anstehender struktureller Veränderungen weitergehen kann.“ 

Hollenstedt wird ihm fehlen: „Wir waren als Familie hier im Ort sehr verwachsen, die Gemeinde war ein Stück Familie für uns“, sagt Steinhausen. Vermissen wird er auch den schönen Pfarrgarten, den Steinhausen gern gepflegt hat. Ende Juli zieht er mit Ehefrau Evgenia und den Kindern Katja (12) und Philipp (9) nach Verden. Die offizielle Amtseinführung in Verden erfolgt durch Landessuperintendent Dr. Hans-Christian Brandy am Sonntag, 16. September, um 15 Uhr im Dom zu Verden.

 

 

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Pastor Fulko Steinhausen
Pastor Fulko Steinhausen im Hollenstedter Pfarrgarten. Foto: C.Wöhling