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Abschied aus Tostedt

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Pastor Gerald Meier wechselt nach 19 Jahren in Tostedt nach Kirchweyhe.

Nach 19 Jahren verabschiedet sich Pastor Gerald Meier aus Tostedt. „Ich blicke auf 19 pralle Jahre in der evangelisch-lutherischen Johannesgemeinde zurück. Vieles werde ich in und an Tostedt vermissen, die gute Vernetzung, das Vertrauen der handelnden Personen, das „hilfreiche“ Wissen über Geschichten und Personen, das alte Pfarrhaus, in dem unser Familienleben stattgefunden hat. Aber nun bin ich gespannt, auf alles, was kommt“, sagt Gerald Meier (57). Er wechselt zum 1. Juli an die Felicianusgemeinde Kirchweyhe bei Bremen. Seine Frau Pastorin Maren Kujawa war im vergangenen Jahr von Tostedt ans Kinder- und Jugendhospiz Löwenherz nach Syke gewechselt. Meier wird am Sonntag, 10. Juni, um 10 Uhr im Rahmen eines Gottesdienstes in der Tostedter Johanneskirche mit anschließendem Empfang im Gemeindehaus verabschiedet.

Gerald Meier hat in Kiel studiert. „Pastor wollte ich schon seit meinem 14. Lebensjahr werden, die Evangelische Jugend war sozialdiakonisch ausgerichtet und hatte vor allem auch gesellschaftspolitische Ansätze. Apartheid in Südafrika, Umweltfragen, Nachrüstung - das waren unsere Themen in dieser Zeit“, sagt Meier. Nach dem Studium lernte er seine Frau Maren Kujawa kennen, sie teilten sich die erste Stelle in der Paulskirche in Bremerhaven. Nach drei Jahren ging es dann 1999 nach Tostedt.

„Wichtig war mir von Beginn an die Teamarbeit in Tostedt, die im großen Pfarramt stets harmonisch verlief.“ Zu Beginn war er vor allem für die Konfirmandenarbeit zuständig. Meier gründete die Sambaschule „Sambucada e.V.“: „Dadurch habe ich viele Menschen in Tostedt kennengelernt, die nicht unbedingt bei „Kirchens“ anzutreffen waren. Dieses Engagement hat mir bis heute viele Zugänge zu Menschen in Tostedt ermöglicht.“

Wichtig war auch ihm die Mitarbeit im Forum für Zivilcourage, denn Tostedt war ihm zuvor nur als Ort mit „braunen Umtrieben“ bekannt. Größere Projekte in der Gemeinde waren der Leitbildprozess, das Projekt „Und nähme ich Flügel“, aus dem der erfolgreiche „Johannes 2.0-Gottesdienst“ entstand und die Flüchtlingsarbeit. „Ich verstand die Flüchtlingsarbeit von Beginn an als ökumenische Aufgabe und Herausforderung unserer Gemeinden.“ Die Begegnungen mit Flüchtlingen, die in Tostedt im Kirchenasyl waren, haben bei Meier nachdrücklich Eindruck hinterlassen. „Von großer Bedeutung war die Unterstützung des Kirchenvorstands, der mir dieses Engagement ermöglicht und meinen Initiativen Vertrauen geschenkt hat.“ 

Nachdem seine Frau nach Syke wechselte und die Kinder Jaro Jeremias (20) und Josepha (19) ihrer Wege gingen, suchte auch Meier nach einer neuen Herausforderung. „In Kirchweyhe wurde ein Pastor für den Schwerpunkt Jugend-, Konfirmanden- und Flüchtlingsarbeit gesucht, das sind meine Kernthemen, also bewarb ich mich. Jetzt freue ich mich auf einen Neuanfang an einem neuen Ort.“

Meier wird am Sonntag, 10. Juni, im Gottesdienst um 10 Uhr verabschiedet, danach sind alle Besucher zum Empfang im Gemeindehaus eingeladen.

BU: Pastor Gerald Meier. Foto: Leif Neugebohrn.

 

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Pastor Gerald Meier wechselt nach Kirchweyhe. Foto: L. Neugebohrn