11.08.2017 08:25 Alter: 44 days
Kategorie: Allgemeines

Diakonie hilft bei der Integration


Ines Appel, Ina Müller und Dörthe Heien (vlnr) mit den Flyern, die jetzt ausliegen und alle Angebote für Ehrenamtliche und Geflüchtete umfassen.

Für Geflüchtete ist das Diakonische Werk der Kirchenkreise Hittfeld und Winsen ein starker Partner im Landkreis Harburg: Mit Seminaren, Informationen und Kursen helfen Flüchtlingssozialarbeiter und Sozialarbeiter geflüchteten Frauen und Männern, sich in Deutschland zu integrieren. Ebenso unterstützen sie die vielen Ehrenamtlichen. "Seit drei Jahren stehen wir Geflüchteten wie Ehrenamtlichen zur Seite. Damit waren wir schon Vorreiter für andere Institutionen im Landkreis Harburg. Jetzt starten wir mit den "Kulturlotsen" ein neues Projekt, bei dem Geflüchtete selbst als Referenten ihren Landsleuten bei der Integration helfen", sagt Ines Appel, soz.päd. Geschäftsführung des Diakonischen Werkes in Winsen. Dörthe Heien und Ina Müller koordinieren die Angebote und Veranstaltungen für Geflüchtete und Ehrenamtliche in den Kirchenkreisen Hittfeld und Winsen, ein neuer Flyer informiert über das komplette Angebot.

Mit den "Kulturlotsen" als neuem Baustein in der Flüchtlingshilfe sind es jetzt die Geflüchteten selbst, die ihren Landsleuten wichtige Informationen zum Gesundheitssystem oder zum Arbeitsmarkt in ihrer Sprache vermitteln. "Sie sind sehr engagiert, ihre Vorträge sind gut besucht, ihre Landsleute haben oft ganz andere Fragen als bei Vorträgen deutscher Referenten", sagt Diplom-Sozialarbeiterin Dörthe Heien, die die Angebote für den Kirchenkreis Hittfeld koordiniert. "Jetzt sind es die Geflüchteten selbst, die unsere Arbeit mit Vorträgen befördern", freut sich Ines Appel. "Bei den Abenden mit den Kulturlotsen kommt es oft zu interessanten Diskussionen unter Frauen und Männern. Das tut beiden Gruppen gut", sagt Diplom-Pädagogin Ina Müller.

"Ich kann mir gut vorstellen, dass Vorträge der Kulturlotsen auch für andere Gruppen interessant sind, etwa für Senioren- oder Frauenkreise oder Konfirmandengruppen. Es gibt auch Themen zu Frauenrechten oder zu kulturellen Festen. Es ist sehr interessant, dies einmal aus anderer Sicht zu hören und darüber ins Gespräch zu kommen", sagt Ines Appel.

Vor drei Jahren war der Andrang von Flüchtlingen groß, bis zu 120 Menschen kamen pro Woche in den Landkreis, viele Ehrenamtliche engagierten sich und brauchten selbst Informationen und Hilfe. "Wir waren überwältigt von der Unterstützung, wollten das freiwillige Engagement mit Informationen unterfüttern und für eine gute Begleitung sorgen. Die Seminare waren gut besucht", erinnert sich Dörthe Heien. "Mehr als 300 Ehrenamtliche nutzen noch immer unser Fortbildungsangebot." Auch Ehrenamtlichen, die sich überlastet fühlen, bietet das Diakonische Werk mit Coaching-Abenden Hilfe an.

Mittlerweile ist der Andrang von Flüchtlingen bundesweit abgeflacht, dennoch bleibt es eine Aufgabe der Diakonie, für eine gelingende Integration von Geflüchteten zu sorgen. "Wir informieren Geflüchtete umfassend, die Vorträge halten unsere Flüchtlingssozialarbeiter, jeweils von Dolmetschern unterstützt", sagt Ines Appel.

INFO-Block:

Das umfangreiche Angebot des Diakonischen Werkes für Geflüchtete und Ehrenamtliche gliedert sich in drei Teilbereiche:

 

  • Fortbildungen für Ehrenamtliche: "Wir unterstützen Ehrenamtliche in ihrem Engagement und bieten vor Ort Informationsveranstaltungen und Austauschmöglichkeiten an", sagt Ines Appel. Zu Themen wie etwa: Rechtliche Grundlagen Asyl / Nähe und Distanz / Traumatisierte Flüchtlinge / Interkulturelle Kompetenz im Umgang mit Menschen aus der arabischen Welt / Abgelehnt - was nun?. Diese Angebote sind kostenlos. Die nächsten Termine: "Arabische Familienstrukturen besser verstehen" mit der Referentin Dr. Dunja Sabra. Am 2. November in Winsen, Gemeindehaus St. Marien, und am 20. November in Buchholz, Steinstraße 8.
  • Infoveranstaltungen für Geflüchtete: "Wir vermitteln Geflüchteten Informationen verständlich und aus erster Hand, etwa zu rechtlichen Grundlagen des Asyls, zum Arbeitsmarkt oder der Frage "Abgelehnt - was nun?" sagt Dörthe Heien. Auch diese Angebote sind kostenlos. Ende August startet eine Inforeihe für Geflüchtete in Buchholz, Steinstraße 8.
  • Kulturlotsen - "Meine Zukunft in Deutschland": Geflüchtete vermitteln ihren Landsleuten ohne sprachliche und kulturelle Barrieren wesentliche Informationen zu verschiedenen Bereichen der deutschen Gesellschaft, etwa zum Gesundheitssystem oder zu Jobperspektiven. Die Referenten sprechen über "Frauenrechte und Familie", zu kulturellen Festen in Deutschland und anderen Themen. Die Veranstaltungen mit den Kulturlotsen finden in den Unterkünften, in den Internationalen Cafés oder anderen Treffpunkten statt und können gebucht werden. Die Referenten halten die Vorträge in ihrer Landessprache, die Vorträge werden z.T. mit leichter deutscher Sprache medial unterstützt.

Die Angebote für Geflüchtete und Ehrenamtliche und die Vorträge der Kulturlotsen werden organisiert von Dörthe Heien und Ina Müller:

Ansprechpartnerin für den Kirchenkreis Hittfeld ist Dörthe Heien, mail: ea-fluechtlingsarbeit(at)diakonie-hittfeld-winsen.de

Ansprechpartnerin für den Kirchenkreis Winsen ist Ina Müller, mail: mueller@diakonie-hittfeld-winsen.de

 


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