Urnenwald feierlich eingeweiht

Viele Gäste kämen zur feierlichen Einweihung.
Sie weihten den Urnenwald feierlich ein: (vlnr): Superintendent Dirk Jäger, Pastor Andreas Kern, Bürgermeister Wilfried Geiger, Heike Brinker, Leiterin der Friedhofsverwaltung und Uwe Derboven, langjähriger Kirchenvorsteher.
Anschließend gingen viele Besucher in den Urnenwald und informierten sich über die Bedingungen.

Die letzte Ruhestätte im Wald oder unter einem Baum: Immer mehr Menschen wünschen sich eine Bestattung in der Natur. Mitten in Buchholz, im Urnenwald des Waldfriedhofes der St. Paulus-Kirchengemeinde, ist dies ab sofort möglich. Das wunderschöne Areal mit etwa 250 Bäumen ist am Freitag (25. Juli 2014, Anm. d. Red.) feierlich eingeweiht worden. Pastor Andreas Kern segnete den neuen Bereich, Superintendent Dirk Jäger und Buchholz' Bürgermeister Wilfried Geiger sprachen Grußworte und der Posaunenchor spielte unter der Leitung von Kantor David Schollmeyer.

Ein Halbkreis aus Pflastersteinen am Ende des Waldfriedhofes eröffnet den Besuchern den Weg in den Urnenwald, links und rechts des Halbkreises stehen kleine Steinmauern: "Hier können Blumen bei Beerdigungen abgelegt werden", sagt Heike Brinker, Leiterin der Friedhofsverwaltung. Das Gelände gehört der Paulusgemeinde und grenzt an den Stadtwald. Die Bäume sind begutachtet und nummeriert worden, so dass Interessenten sich ihren Baum aussuchen können. Da es ein kirchlicher Friedhof ist, werden die Namen der Verstorbenen auf Schildern am Baum befestigt, anonyme Bestattungen gibt es nicht.

"Friedhöfe sind Orte der Würde und der Erinnerung, hier spüren wir über den Tod hinaus die Verbundenheit mit den Verstorbenen. Gerade in Zeiten zunehmender Mobilität der Menschen sind Friedhöfe auch Orte der Gemeinschaft", sagt Pastor Andreas Kern. Er segnete den Urnenwald und dankte Heike Brinker für die Leitung des Projektes, dem langjährigen Kirchenvorsteher Uwe Derboven, dem Friedhofsteam und den Mitgliedern des Friedhofsausschusses für die geleistete Arbeit.

"Wie wird mit unseren Verstorbenen umgehen, ist ein auch ein Spiegel unserer Gesellschaft", sagte Superintendent Dirk Jäger. Er berichtete, dass es eine "Totenruhe" zu Zeiten Martin Luthers nicht gab: Tote wurden rund um die Kirche auf dem Kirchhof beerdigt, auf dem Tag und Nacht reges Treiben herrschte. So war es Martin Luther, der als Erster forderte, Friedhöfe sollten Ruhestätten sein: "Wir Theologen sind nicht über jede neue Bestattungsform glücklich, aber die Urnenwald-Bestattung ist eine gute Umsetzung dessen, was Luther forderte und steht nicht im Widerspruch zu unserem Glauben. Für uns hat der Mensch eine unverlierbare Würde und dazu gehört sein Name. Im Urnenwald bleiben die Namen unserer Verstorbenen sichtbar." Die Kirche habe zwar etwas gebraucht, um sich mit der Waldbestattung anzufreunden, doch heute entdecke sie diese als evangelische Variante.

Bürgermeister Wilfried Geiger nannte zwei Aspekte, die dazu beitragen würden, dass Buchholz eine lebenswerte Stadt sei: "Die Menschen, die sich ehrenamtlich engagieren, um Projekte wie den Urnenwald zu realisieren. Und die gute Infrastruktur, zu der neben Schulen, Krankenhaus und Verkehrsmitteln auch Friedhöfe gehören, die zentral liegen und einfach zu erreichen sind. Mitten in der Stadt können Menschen nun ihre letzte Ruhe im Wald finden."

Viele Interessierte nutzten die Gelegenheit, nach Kaffee und Kuchen den Urnenwald zu begehen und sich erste Informationen zu holen. "Wer Interesse hat, sollte sich bei uns melden, Friedhofsmitarbeiter helfen bei der Auswahl des Baumes. Ist der passende Baum gefunden, wird dies in einem Grabbrief festgehalten, den der Interessent erhält und der ihm zusichert, unter diesem Baum beerdigt zu werden", sagte Heike Brinker.

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