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Rede von Ute Stauss und Heike Brinker
zum Abschied von Pastorin Katharina Behnke am 15.03.2009

Liebe Katharina,

gern haben wir für den heutigen Tag die Aufgabe übernommen, das Wort stellvertretend für den KV an dich zu richten, nicht nur weil wir dich seit vielen Jahren kennen und schätzen, sondern wir fühlen uns, durch unsere gemeinsame Arbeit besonders mit dir verbunden. Wir hätten uns dafür lieber einen anderen Anlass gewünscht als deine Verabschiedung.

Wir wollen jetzt die Gelegenheit nutzen, etwas Rückschau zu halten.

Am 1.11.1997 bist du, Katharina, in unsere St. Paulus-Gemeinde nach Buchholz gekommen. Am 14.12.1997 durften wir mit dir deine Ordination zur Pastorin begehen.
Seit Anbeginn deiner Amtszeit haben wir dich voller Tatendrang erlebt. Du bist in vorhandene Fußstapfen getreten und hast viele neue Spuren gelegt.

Da ist zunächst die „Nachverfolgung“ von Taufkindern und –familien zu nennen. Du hast die Tauferinnerungs-Briefe eingeführt, die nun seit fast 10 Jahren allen unseren Täuflingen geschickt werden, und den Tauferinnerungs-Gottesdienst, bei dem wir uns jährlich zusammen mit einer ansehnlichen Zahl von Familien mit Kindern an unsere Taufe erinnern.

Eingestiegen bist du in unser KU4-Model, den Konfirmandenunterricht in der 4. Klasse. Du hast dieses Model zuerst alleine und später gemeinsam mit Michael Wabbel geführt und weiter ausgebaut. Aus deiner tollen Elternarbeit hat sich ein Stamm treuer Eltern bis heute gehalten, aus dem sich der heutige Bibelsnack entwickelt hat.

Als Kirchenkreisbeauftragte für Kindergottesdienst gehörten die Fortbildungen der Mitarbeiter für Kindesgottesdienste sowie die Kinderkirchentage zu deinem  Arbeitsgebiet. Die Planung und Organisation einer solchen Großveranstaltung war schon eine Herausforderung, der du dich mit Bravur gestellt hast.

Ebenso hast du dich mit all deinen Begabungen in den Feierabendgottesdienst eingebracht. Den Besuchern des Gottesdienstes ist besonders dein erster Feierabendgottesdienst in Erinnerung geblieben, an dem du das Brot für das Abendmahl aufbacken wolltest. Zwischenzeitlich wurden die Küchengespräche immer interessanter und bis man sich wieder an das Brot erinnerte, hatte es eine tiefschwarze Färbung angenommen. Das Abendmahl musste dieses Mal ohne Brot gefeiert werden.

Viele Dinge hast du angeschoben und dort deine Spuren hinterlassen.

Der Hauskreis, in netter Runde zu Hause über die Bibel reden, gehörte zu deinen ersten Projekten.

Kinder und Familie sind dein besonderes Thema:
Den Tauferinnerungsgottesdienst gibt es nun – wie schon gesagt – seit 1999, ebenso die Kirche für Knirpse, ehemals der Krabbelgottesdienst.

Du bist Gründungsmitglied der Kinderstiftung St. Paulus, die es seit dem 1.12.1999 gibt.
2000 hast du für den ziemlich geschrumpften Kindergottesdienst mit den Mitarbeitern ein neues Konzept entwickelt, das sich zu einem absoluten Erfolgsmodel entwickelt hat, der heutigen Kinderkirche.

Dann sind die vielen Spuren zu nennen, die du in deinem Pfarrbezirk „Steinbeck“ hinterlassen hast.
Die gute Zusammenarbeit mit der Steinbecker Grundschule findet in den inzwischen schon viele Jahre gefeierten Einschulungsgottesdiensten Ausdruck.
Ein paar außergewöhnliche Reformationsgottesdienste gehören auch dazu.
Die Präsenz auf dem Steinbecker Dorffest mit einem Kreativstand für Kinder oder auch der Altenadvent in Steinbeck waren dir immer ein besonderes Anliegen.
Ebenfalls erwähnt werden muss natürlich der Lebendige Adventskalender. Ein Erfolgsmodel seit nunmehr sechs Jahren. Auch das ist ein Beispiel dafür, wie du deinen guten Ideen Leben einhauchst und sie auf den Weg bringst.

An dem Zwischenhaltgottesdienst, den es seit 2005 gibt, warst du auch wegbereitend beteiligt.
Auch Frauenseminare und die Familienfreizeit sind durch dich ins Leben gerufen worden.

Ebenso muss unser Kindergarten genannt werden. Seit 2000 warst du im Kindergartenausschuss. Auch hier durften wir deine klare und strukturierte Sichtweise, dein Einfühlungsvermögen und wieder deine Anschubkraft von großem Wert spüren. Du hast immer das Ganze im Auge gehabt.
Deine Elternseminare und die Tauffeste im Kindergarten haben immer viele Menschen angesprochen.

Aber nicht nur die Menschen, auch für unsere Pauluskirche bist du eine treibende Kraft gewesen. Die Kirchenrenovierung hast du oft argumentationsstark vorangetrieben und besonders erwähnen muss ich nun unseren neuen Altar. Der Altarwettbewerb, die Koordinierung der Jury, der Kontakt zu den Künstlern und nicht zuletzt die Präsentation und Vorstellung in der Gemeinde stand bis zur Einweihung unseres Altars im September des letzten Jahres unter deiner Federführung.

Das ist ja längst noch nicht alles. Zwischenzeitlich hat Katharina auch Carsten geheiratet und ihre Kinder bekommen. Ihr habt gemeinsam in Buchholz Wurzeln geschlagen, Freunde gefunden und fühlt euch heimisch.

Wo handwerkliches Geschick und Kreativität gefragt war, war Carsten zur Stelle. Die Familie war einfach da – hat dich auch schon mal vertreten.

Als unsere liebe Frau Arndt einmal im Krankenhaus lag, bekam sie an einem bestimmten Wochentag Besuch von dir. Einmal aber konntest du nicht kommen, und da bekam Frau Arndt stattdessen Besuch von Carsten und Matilda. Das ist doch wirklich schön.

Liebe Katharina, wir schätzen dich sehr. Deine ausgleichende Art ist im KV und auch im Pfarrteam von großem Wert gewesen, sie ist wie Klebstoff, der Brüche kittet.
Mit dir kann man sich gut streiten, deine Wort- und Argumentationsstärke lassen einen aber schnell blass aussehen, und Fairness ist für dich selbstverständlich.

Vieles hast du angeschoben, hast gute Hände für deine Projekte gefunden und sie danach trotzdem immer noch im Blick behalten. Und, ganz wichtig, du hast für jeden immer ein offenes Ohr gehabt.

Nun aber genug der Worte, die ja auch keine reine Aufzählung Deiner Verdienste sein sollen, sondern vielmehr die ungeheure Fülle und Vielfalt Deines Wirkens aufzeigen sollten.

Neue Aufgaben warten in Nenndorf und Umgebung auf dich. Dort wirst du mit deiner Familie hingehen. Glücklicherweise ist es nicht sehr weit weg. Für deine neue Pfarrstelle in Nenndorf wünschen wir dir alles Gute und Gottes Segen und dass du und deine Familie dort schnell Fuß fassen werdet.


Liebe Katharina – niemals geht man so ganz, irgendetwas von dir bleibt hier. Es hat seinen Platz – hier – immer bei uns.

Vielen Dank für deine Zeit bei uns.

BLUMEN

Tiefe Spuren wirst du bei uns hinterlassen, wir hoffen allerdings, dass auch wir die eine oder andere Spur bei dir hinterlassen.
Damit es mit den Spuren aber auch richtig kuschelig wird, haben wir als Erinnerung noch eine Kleinigkeit für dich....

 





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