Ein Interview mit dem Schatzmeister der Kinder-Stiftung Axel Wachtlin auf der Pressekonverenz des Schulkinderfonds am 3.09.2009 im Rathaus in Buchholz
Das neue Schuljahr hat begonnen, und das heißt für die Eltern: erst einmal den Geldbeutel ziehen, denn Schülbücher, Hefte, Ausflüge und Klassenfahrten müssen bezahlt werden. Vor allem die Klassenfahrten kosten Geld, und das wird für viele Eltern zum Problem. In Buchholz gibt es seit Feburar den Schulkinderfonds der Kinderstiftung St. Paulus. An ihn können sich Eltern in finanziellen Engpässen wenden und einen Zuschuß beantragen. Und all das ganz schnell und formlos, so Schatzmeister Axel Wachlin. O-Ton: Wenn das Telefon klingelt, dann teilt mir unsere Beauftragte für die Anträge, Frau Simon, mit, daß ein Antrag da ist und das Geld überwiesen werden kann. Und dann wird das sofort überwiesen. Das geht alles sehr zügig. Im Extremfall kann es in 24 Stunden überwiesen sein, das Geld.
65 Anträge hat der Schulkinderfonds seit seiner Gründung vor sechs Monaten bewilligt, insgesamt rund 8700 Euro. Allein in den Sommerferien erreichten Axel Wachlin 28 neue Anträge; die meisten von ihnen drehen sich um Zuschüsse zu Klassenfahrten. Der Schulkinderfonds ist eine Einrichtung der St. Paulus-Kinderstiftung und der Stadt Buchholz. Ddabei arbeitet der Fonds eng mit den Lehrern aller Buchholzer Schulen zusammen. Und die Anträge werden ganz bewußt von der Stiftung und nicht von der Stadt bearbeitet:
O-Ton: Wenn die Stadt das machen würde, dann müßte sie sich Gehaltsbescheinigungen vorlegen lassen und die finanzielle Situation genau überprüfen. Der Lehrer hat einen besseren Blick dafür, wie es um die Kinder steht. Und auf dessen aussagen können wir uns dann auch verlassen.
So schnell wie möglich bewilligen, so unkompliziert wie möglich beantragen - das ist die Devise. So müssen die Eltern auch nur eine einzige Seite ausfüllen und können den Antrag dann gleich abgeben. Die zahlreichen Anträge zeigen nach Ansicht der Verantwortlichen, daß der Bedarf für eine solche unbürokratische Förderung auch in einer vergleichsweise reichen Stadt wie Buchholz gegeben ist. Sie hoffen daher, daß die Sponsoren aus der örtlichen Wirtschaft Gelder für das kommende Schuljahr zur Verfügung zu stellen. |