TAGESSTÄTTE »IRMANDADE NOSSA SENHORA DAS GRACAS« LAGES, BUNDESSTAAT SANTA CATARINA / BRASILIEN
Projektnummer: 94103 Die Arbeit im Jahr 2007
Liebe Paten, liebe Freunde!
Wir sind sehr froh, Ihnen von unseren Aktivitäten im Berichtsjahr zu berichten. Es war für alle Mitarbeiter der Einrichtung eine sehr dankbare Aufgabe, 353 Kinder und Jugendlichen zu fördern, wovon 169 Kinder und Jugendlichen am Patenschaftsprogramm teilnahmen. Wir danken Ihnen für Ihre bedingungslose Unterstützung. Liebe Paten, obwohl sie weit entfernt von uns leben, haben wir und vor allem die Kinder und Jugendlichen Sie in unsere Herzen geschlossen.
Jahresthema Umweltschutz
Wir starteten die Aktivitäten mit unseren Schülern boten folgende Tätigkeiten an: Die tägliche Ernährung, Sport, Hausaufgabenbetreuung, eine christliche und menschliche Erziehung, zahnärztliche Behandlung und pädagogische Werkstätten (Kunsthandwerken, Tischlerei, Gemüsegarten, Informatik, Theater, Tanz und psychologische Behandlung). In diesem Jahr war das Hauptthema unserer Arbeit ein sehr wichtiges Thema, nämlich Umweltschutz. Wir entschieden uns für diese Thematik, da dringend Aktionen erforderlich sind, die sich für das Leben in allen Bereichen auf unserem Planeten Erde einsetzen. Es fanden verschiedene Tätigkeiten statt, die sich mit diesem Thema auseinander setzten: Es wurde ein Theaterstück aufgeführt, das zum Wassersparen ermahnte und es fand ein kultureller Wettbewerb statt, der folgende Themen bearbeitete: Bibel, Tiere und Umwelterziehung sowie Geschichten erzählen. Dabei wurden beispielsweise lehrreiche Geschichten zum Gebrauch von Recyclingmaterial erzählt. Außerdem wurde das Projekt »Vida Verde« (Grünes Leben) durchgeführt, das vom Sozialwerk des Handels – SESC – in der Stadt »Laguna« angeboten wurde. Die Aktivitäten wurden im Hotel von SESC durchgeführt. Die Vorträge zum Thema Müllrecyding und Umweltschutz wurden von der Umweltpolizei gehalten.
Beim Jahresfest der Einrichtung behandelten alle Lieder, Darbietungen und Bilder die Ökologie, den Umweltschutz und das Leben in seinen unterschiedlichen Formen. Auch bei der täglichen Verpflegung wurde darauf geschaut, dass die Kinder viel Obst und Gemüse zu essen bekamen. Die Kinder konsumierten nicht nur die Ernte, sondern halfen auch beim Anlegen und Pflegen des Gemüsegartens. Die meisten waren für eine gesunde Ernährung offen. Hervorzuheben ist, dass viele Kinder vorher nicht gerne Gemüse, Salate und Obst aßen. Sie überzeugten sich jedoch von der Notwendigkeit einer ausgewogenen Ernährung, die reichhaltig an Vitaminen und für ihre Gesundheit förderlich ist.
Thematische Aktivitäten
Eine der wichtigen Aktivitäten in diesem Jahr war die Einführung der Mülltrennung. Die Gruppe sammelte das Recyclingmaterial ein, sortierte es und mit Hilfe der Mitarbeiter unserer Einrichtung wurde es verkauft. Mit diesem Geld konnten wir unseren Ausflug am Jahresende finanzieren und alle zusammen auf ein Landgut fahren, worüber sich alle sehr freuten. Sehr positiv bei dieser Aktion waren der persönliche Einsatz und die persönliche Motivation in Bezug auf das Thema Müllrecycling. Die von uns durchgeführten Aktivitäten bewirkten eine Verhaltensänderung der Schüler. Der Besitzer des von uns am Jahresende besuchten Landgutes meinte: »Wir stellten fest, dass die Kinder und Jugendlichen der Einrichtung keinen Müll auf den Boden geworfen haben.« Er verglich das Verhalten unserer Schüler mit dem einer Gruppe von Schülern, die aus der Hauptstadt unseres Bundeslandes kamen. Dies zeigte uns, dass die positiven Ergebnisse unserer Arbeit langsam ersichtlich wurden. Eine Gruppe von Jugendlichen nahm engagiert an einer Lehrwerkstatt für Wertstoffrecycling teil, die in einer Einrichtung hier in unserer Nähe erteilt wurde. Außerdem führten Studenten einer hiesigen Universität einen Workshop für die Anfertigung von pädagogischen Spielen durch. Unsere Kinder konnten in diesem Workshop lernen, wie man Abfallprodukte in pädagogische Spiele verwandelt. Das Hauptthema unserer Aktivitäten wurde auch von der Brüderlichkeitskampagne untermauert, die sich in diesem Jahr Amazonien widmete, der Reduzierung der Treibhausgasemissionen, der Zerstörung der Ozonschicht, dem Schmelzen des Polareises und den daraus entstehenden Folgen für den Planeten Erde. Wir wählten dieses Thema, weil es nicht nur die Sorge ums Leben, sondern auch die Sorge um unseren Planeten behandelt. Außerdem möchten wir die Teilnahme der Einrichtung an der Netzarbeit für eine solidarische Wirtschaft hervorheben. In diesem Jahr nahmen wir an der Messe »solidarische Ökonomie« teil und verkauften die hergestellten Kunsthandwerke aus Recyclingmaterial. Diese Aktionen sind sehr wichtig, denn nur auf diese Art wird den Konsumenten klar, was ökologisch erzeugte Produkte für einen sauberen Planeten und für die zukünftigen Generationen bedeuten. Mit dem Geld für die Gemeinschaftskasse kauften wir Getränke und Süßigkeiten für die Geburtstage der Kinder und Jugendlichen.
Zusammenarbeit mit den Familien
Die Eltern unterstützten unser Jahresthema. Im Leben der Familien und der Einrichtung gab es wesentliche Veränderungen. Die Kinder setzen sich heutzutage für die Umwelt ein und erwarten, dass ihre Eltern dasselbe tun, so dass sie in einer sauberen Umgebung leben können und Natur und Tiere geschützt sind. Deshalb sorgte die von uns durchgeführte Arbeit für Aufsehen und erreichte schließlich auch alle Eltern, im Berichtsjahr arbeiteten wir intensiv mit den Familien und wurden dabei von Studentinnen des Psychologiestudiums unterstützt. Diese Arbeit war für unsere Familien und die Einrichtung sehr wichtig. Die Familien kümmerten sich mehr um ihre Kinder in der Schule und in der Einrichtung. Die Leistungen ihrer Kinder wurden in der Schule sehr gelobt.
Weihnachten
Im Namen aller Kinder und Jugendlichen möchten wir uns für die Weihnachtsgeschenke bedanken, die sie von Ihnen bekommen haben. Ohne Ihre Hilfe hätten unsere Kinder nicht die Freude erlebt, ein Weihnachtsgeschenk zu bekommen. Wir wissen, dass durch die Spenden und die Bereitschaft eines jeden Spenders das Wunder geschieht. Auf den Gesichtern der Kindern kann man erkennen, dass auch in ihrem Leben Weihnachten geworden ist. Die Kinder durften sich zu Weihnachten etwas wünschen und sie entschieden sich für folgende Geschenke: Spielsachen, Rucksäcke, Schminkset, Sandalen, Strümpfe, Produkte für die persönliche Körperhygiene, und Süßigkeiten. Die Kinder und Jugendlichen bekamen ihre Geschenke zu Weihnachten in der Kirche. Die Weihnachtsfeier wurde von den Erzieherinnen vorbereitet und begann mit einer Andacht. Es wurde getanzt und ein Krippenspiel aufgeführt. Die Kinder baten um den Segen Gottes für alle Familien.
Dank
Wir sind Ihnen für Ihre wertvolle Hilfe und Unterstützung sehr dankbar, denn Sie haben durch Ihre Solidarität den Kindern und Jugendlichen in unserem lieben Brasilien geholfen und eine Freude bereitet. Gott segne Sie! Wir wünschen Ihnen Freude, Gesundheit und Friede!
Herzlichst gez. Schwester Maria Perini – Leiterin |