Unser Patenkind der Kinderkirche
Seit September 2003 hat die Kinderkirche ein neues Patenkind, das sie ein paar Jahre begleiten möchte. Es ist Mateus Da Cruz Machado.
Mateus ist acht Jahre alt und kommt aus Brasilien. Er hat noch einen Bruder, im Alter von acht Jahren. Die Mutter ist krank und kann sich kaum um die Kinder kümmern. Der Vater verrichtet Gelegenheitsarbeiten und hat große Schwierigkeiten, den Familienunterhalt sicherzustellen. Er kümmert sich so gut er kann um die Kinder, zeigt Interesse für alles was sie tun und ist sehr um ihr Wohl besorgt. Mateus ist ein lebhaftes Kind, der mit Leichtigkeit neue Freundschaften schließt. Er singt viel und spielt gerne Fußball.
Mateus besucht eine Tagesstätte der Schwesternschaft „Irmandade Nossa Senhora das Graças“. Die Tagesstätte wurde 1975 zur Betreuung von drei- bis sechsjährigen Kindern eingerichtet, seit 1983 besteht die Möglichkeit, auch größere Kinder und Jugendliche aufzunehmen. Insgesamt werden 120 Kinder im Alter von drei bis sechzehn Jahren betreut. Sie kommen aus den benachbarten Armenvierteln. Die kleineren Kinder werden in Gruppen betreut und werden auf verschiedenste Weise gefördert. Die älteren Kinder besuchen die örtlichen Schulen und erhalten in der Einrichtung schulergänzende Lernhilfe. Besonderer Wert wird auf die musikalische Erziehung gelegt.
Die Leiter der Einrichtung sehen es als sehr wichtig an, die Eltern in die Arbeit mit einzubeziehen. Es wird gemeinsam mit den Familien Ostern und Weihnachten gefeiert. Ausflüge, Vorführungen, Tänze, Theater, Zirkus und Clowns stehen auf dem Programm.
Der Patenschaftsbetrag wird verwendet, um Nahrungsmittel, Spiel- und Schulmaterial, ärztliche Versorgung in Notfällen, Medikamente und die Löhne der Angestellten zu bezahlen. Durch den Patenschaftsbetrag ist eine fortlaufende Betreuung der Kinder sichergestellt.
Mateus´ Heimatstadt ist Lages in Santa Catarina, einem der südlichen Bundesstaaten Brasiliens. Die Einwohnerzahl der Stadt wächst ständig. Die Bevölkerung vom Land drängt mehr und mehr in die Stadt und sucht Arbeit. Der Wandel in der vom Großgrundbesitz geprägten Landwirtschaft zwingt sie dazu. Die riesigen Landflächen werden von den Großgrundbesitzern mehr und mehr maschinell bearbeitet, so dass die Landarbeiter immer weniger gebraucht werden. Nur noch zur Erntezeit können sie als Tagelöhner, als „boias frias“, arbeiten – zu geringem Lohn und ohne soziale Absicherung. In den Städten finden sie – ohne Schul- und Berufsausbildung – keinen festen Arbeitsplatz. So bleibt ihnen nur das Leben in den „Favelas“, den Armutsvierteln. In Lages lebt mehr als zwei Drittel der Bevölkerung in einer „Favela“.
Wir hoffen dass Mateus in dieser Tagesstätte einen guten Start ins Leben bekommt, und möchten ihn durch unsere Patenschaft unterstützen.
zum Projektbericht 2008
zum Projektbericht 2007
Brief von Mateus vom 6.4.2009
zurück zur Kinderkirche I
zuück zur Kinderkirche II
|