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Rede von Axel Wachtlin
zum Abschied von Pastorin Katharina Behnke am 15.03.2009


Liebe Teilnehmerinnen und Teilnehmer dieses Abschiedsempfangs,

bald vierzig Jahre wohne ich nun schon in Buchholz und war in dieser Zeit auch 12 Jahre lang Kirchenvorsteher. Die Amtszeit von Katharina Behnke habe ich also unter den verschiedensten Gesichtspunkten miterlebt.

Katharina Behnke habe ich als eine sehr gute, engagierte und gleichzeitig auch sehr fleißige Pastorin kennengelernt. Ihre Dreiviertelstelle hatte sie nach meinem Dafürhalten in der Zeit bis zur Geburt Ihrer Kinder wie eine Vollstelle ausgefüllt. Das brachte es natürlich auch mit sich, dass sie Kontakt zu sehr vielen Gemeindegruppen hatte. Wenn jede Gruppe hier zu Worte käme, könnte sich diese Versammlung über die Mittagszeit hin ausdehnen!

Ich konnte Katharina auch in einigen Gruppen kennenlernen, spreche heute aber nur für eine Gruppe, eine besonders stabile Gruppe, die allerdings bisher in keinem Gemeindebrief erwähnt wurde, auch nie in Abkündigungen von der Kanzel, schon gar nicht bei der Bitte um Kollekten, obwohl diese Gemeindegruppe schon fast 20 Jahre besteht und auch allen Pastoren bekannt ist und von fast allen auch besucht wird. Selbst unser früherer Superintendent Herr Dr. Künkel hatte einmal die Absicht, an einer Zusammenkunft teilzunehmen. Da aber zur gleichen Zeit der Visitationspunkt „Teilnahme an einer Trauerfeier“ angesetzt war, unterblieb das zum beidseitigen Bedauern.

Wovon spreche ich? Ich spreche vom Bewässerungsprojekt St. Paulus! Noch nie gehört? Nun, ein kleiner Blick zurück. Nicht immer waren Dienstbesprechungen am Donnerstag so harmonisch wie in den letzten Jahren. Einmal fanden sich nach einer Besprechung zwei aufgeregte, fast in Tränen aufgelöste Teilnehmerinnen im Gemeindebüro ein und der damalige Friedhofsverwalter, Herr Hornemann, konnte die Seelen nur dadurch beruhigen, dass er eine Flasche Hochgeistiges herzauberte und eine Runde kredenzte. Diese Sitte wurde dann donnerstags beibehalten, bis der damalige Diakon Helmke Hinrichs, den Vorschlag machte, die Zeremonie auf das Dienstende am letzten Arbeitstag der Woche, den Freitag, zu verlegen. So geschah es. Und seitdem treffen sich nach dem Ausklingen der Mittagsglocke von St. Paulus jeweils am Freitag  3, 4, 5, 6, 7 – in Extremfällen sogar bis zu 10 Mitglieder im Gemeindebüro, besprechen Ereignisse der abgelaufenen Woche und die Vorschau auf die nächste Woche – informell. Auch Personalprobleme werden diskutiert – unkonventionell. Aber auch theologische, philosophische, politische Fragen werden angeschnitten, Erlebnisse berichtet und zur Abrundung wird dann und wann auch Humoristisches zum Besten gegeben. Dabei wird in der Regel ein kleines geistiges Getränk oder auch mal ein Glas Sekt geleert. Fußgängerscheine, Fahrrad- und Kfz-Führerscheine werden dadurch aber nicht gefährdet!

Warum heißt diese Runde nun „Bewässerungsprojekt St. Paulus“? Im Kirchenkreis Hittfeld wurde vor vielen Jahren für ein Bewässerungsprojekt in San Salvador gesammelt. Einmal ging eine Spende ein mit dem Vermerk „Bewässerungsprojekt St. Paulus“ und da vermutete Pastor Michael Wabbel, auch ein Mitglied des Teams, dass das vielleicht für unser freitägliches Treffen bestimmt sei. War es natürlich nicht: Die Materialien für unsere Projektarbeit werden von den Teilnehmern unentgeltlich beigesteuert. Aber seitdem heißt das Ganze „Bewässerungsprojekt St. Paulus“.

Und  Katharina Behnke gehört zum Stammteam. Gerüchteweise verlautet, sie wolle in Nenndorf etwas Vergleichbares aufbauen. Wir wünschen ihr dafür viel Erfolg.

Liebe Katharina: Anbei eine erste Grundausstattung für das Vorhaben. Aber selbst wenn Du nun Buchholz und St. Paulus verlässt: Wir rechnen mit Deiner weiteren Mitwirkung hier und ich darf in diesem Zusammenhang abschließend eine kleine Urkunde verlesen und übergeben:

Liebe Katharina, wir danken Dir für Deine bisherige Mitwirkung, verabschieden Dich als Stammteammitglied und begrüßen Dich als Ehrenmitglied. Wir hoffen auf viele künftige Kontakte und wünschen Dir für Deinen neuen Weg viel Kraft, viel Freude, viel Erfolg und vor allem Gottes Segen.

 

 


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