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Bibelwoche 2009 – Jesus sagt: Ich bin ...



Gemeinsames Abendesse

Die Ich-bin-Worte Jesu sind eins der typischen Merkmale für das Johannes-Evangelium – und außerdem sehr einprägsam:

„Ich bin der Weg“, „Ich bin die Tür“, „Ich bin der gute Hirte“ – diese Worte Jesu haben einen hohen Bekanntheitsgrad, und sie sind anschaulich. Vor dem inneren Auge tut sich ein Bild auf, und durch dieses Bild kann ein bisschen von dem begreiflich werden, was Jesus für die Welt und die Menschen sein wollte.
Sie sind herzlich eingeladen, den Ich bin- Worten Jesu während der diesjährigen Bibelwoche auf die Spur zu kommen. Biblische Vorkenntnisse sind nicht erforderlich. Kommen Sie einfach und lassen sich mitnehmen in eine Bilderwelt, die von den unterschiedlichen Gruppen der Paulusgemeinde an den einzelnen Abenden jeweils anschaulich aufbereitet werden.
Umrahmt wird die Bibelwoche von zwei Gottesdiensten, die in die Thematik einführen und zum Abschluss der Woche einen zusammenfassenden Rückblick geben.


Sonntag, 1. Februar, 10.00 Uhr:
Gottesdienst über das Wort „Ich bin das Brot des Lebens“. (Joh. 6,22-59)

Montag, 2. Februar, 20.00 Uhr:
„Ich bin das Licht der Welt“, vorgestellt von den „Jungen“ Alten und dem „Dritten Leben“ (Joh. 8,12-20)

Dienstag, 3. Februar, 20.00 Uhr:
„Ich bin die Auferstehung und das Leben“ mit der Kantorei (Joh. 11,17-27)

Mittwoch, 4. Februar, 20.00 Uhr:
„Ich bin der gute Hirte“ mit der Evangelischen Jugend (Joh. 10,11-18)

Donnerstag, 5. Februar, 20.00
Uhr: „Ich bin die Tür“, gemeinsam erarbeitet von den Kindergruppen, der Bücherei, Paulines Bücherkiste, der Kinderkirche 1 und dem Bibelschnack (Joh. 10,1-10)

Freitag, 6. Februar, 20.00 Uhr:
„Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben“ mit dem ehemaligen Feierabendgottesdienst-Team (Joh. 14,1-14)

Sonntag, 8. Februar, 10.00 Uhr:
Gottesdienst zum Abschluss der Bibelwoche: „Ich bin der Weinstock, ihr seid die Reben“ (Joh. 15,1-8)


Die Themenabende von Montag bis Freitag beginnen jeweils um 19.15 Uhr mit einem gemeinsamen Abendessen. Sie sind herzlich eingeladen!
Ines Bauschke

Bilder und Berichte von den Bibelabenden






Abwaschen in der Küche

Jeder Abend begann mit einem gemeinsamen Essen. Jede Gruppe hatte ein kleines Buffet vorbereitet, so dass es jeden Abend eine andere Leckerei gab.

Und jeder Abend endete mit dem gemeinsamen Abwasch.

Vielen Dank

den fleißigen Helfern!

Montag „Ich bin das Licht der Welt“



Der Blockflötenmusizierkreis begleitete den Abend



Stichpunkte als Diskussionsanregung

 „Ich bin das Licht der Welt“, vorgestellt von den „Jungen“ Alten und dem „Dritten Leben“ (Joh. 8,12-20)

Dieser Abend begann im Dunklen. Es wurde eine Kerze angezündet und aus 1. Mose 1, 1-4 der Anfang des Schöpfungsberichts vorgelesen: "Und Gott sprach: Es werde Licht! Und es ward Licht. ….". Dann wurde eine zweite Kerze angezündet und der Anfang des Johannesevangeliums gelesen (Johannes 1, 1-5): "Und das Licht scheint in der Finsternis, und die Finsternis hat's nicht ergriffen."

Pastorin Ines Bauschke gab eine kurze Einführung zum Johannesevangelium.  Es wurde die ersten Eindrücke zu den Texten gesammelt und diskutiert. Der Blockflötenmusizierkreis begleitete den Abend.

Dann ging es um den Text aus Johannes 8, 12-20 "Ich bin das Licht der Welt". Aufgeteilt in vier Murmelgruppen wurde über die Begriffe: Heiligenschein, Geistesblitz, Leuchtturm, Erleuchtung, Sonnenstrahlen, Lichterkette, Bremslicht, Öllampe, Leuchtstoffröhre und Kerzenlicht,  in Beziehung zu den Jesusworten diskutiert.

Jede Gruppe einigte sich auf einen Satz, was das Licht sei: "Das Licht bringt Klarheit, Hoffnung, Orientierung, Lebensmut, Wärme, Sicherheit, Zuversicht und lässt die Welt ganz anders erscheinen."




In Murmelgruppen wurde diskutiert



Pastorin Ines Bauschke fasst zusammen

Dienstag „Ich bin die Auferstehung und das Leben“



Das geschmückte Kreuz als Bibelabendmittelpunkt



Die Teilnehmer lesen die beiliegenden Texte zur Auferstehung

„Ich bin die Auferstehung und das Leben“ mit der Kantorei (Joh. 11,17-27)

Der zweite Abend der Bibelwoche stand unter dem Thema „Auferstehung“. Vorbereitet und begleitet wurde der Abend von der Kantorei.

Gelesen wurde der Text über den gestorbenen und von Jesus wieder zum Leben erweckten Lazarus im Johannesevangelium 11,17-27. Wir lernten eine ganz andere Marta ( die Schwerster von Maria und Lazarus) kennen. Eine sehr selbstbewusste Marta, die das Wort ergreift und Jesus zur Rede stellt, warum er nicht rechtzeitig zu ihrem Bruder gekommen sei. In der großen Runde wurde zunächst über diesen Text, insbesondere auch über Marta gesprochen.

Die Kleingruppen diskutierten verschieden Aussagen darüber, wie man sich die Auferstehung vorstellt. Hierzu gab es sieben Vorschläge, wie z.B.:

„Auferstehung bedeutet, dass wir im Herzen geliebter Menschen oder in dem, was wir geschaffen haben, weiterleben“ und „Auferstehung bedeutet, dass wir nach dem Tod bei Gott sind und einen neuen Leib bekommen, der der Gestalt des auferstandenen Christus entspricht.“

Hier gab es sehr kontroverse, interessante und auch sehr offene, fast schon intime, Gespräche. Zum Schluss sollte jeder auf eine Karte schreiben „Auferstehung bedeutet für mich…..“. Diese Karte konnte mit nach Hause genommen werden.

Gesungen wurde natürlich auch an diesem Abend, gemeinsam, aber auch unter anderem eine wunderschöne Motette von der Kantorei.




Anregende Diskussionen



in den Kleingruppen



Die Kantorei begleitete den Abend

Mittwoch „Ich bin der gute Hirte“



Evangelischen Jugend spielt den guten Hirten und den Mietling



Was macht einen guten Hirten aus?



Die Hirten werden vorgestellt

„Ich bin der gute Hirte“ mit der Evangelischen Jugend (Joh. 10,11-18)

Am dritten Abend, der von der Evangelischen Jugend vorbereite wurde, ging es um das Thema „Ich bin der gute Hirte“. Wir bekamen von der Evangelischen Jungend einen Dialog zweier Hirten vorgespielt. Der gute Hirte, der immer für seinen Schafe da ist und der Mietling, dem die Schafe nicht gehören und der sich weniger um sie kümmert.

Der Diakon Holger Kuk las den Text des Johannes Evangeliums vor. Dann zog jeder einen kleinen grünen Zettel auf dem Begriffe wie zum Beispiel: „Mietling“, „Stall“ und „schwarzes Schaf“ standen. Die Gruppen mussten sich dann selbst nach den Oberbegriffen: „Hirte“, Schafe“ und „Psalm 23“ zusammenfinden.

In den Kleingruppen wurde erst darüber diskutiert, was einen guten Hirten ausmacht und dann musste einer gebastelt werden. Aus einer Keksdose, diversen Toilettenpapierrollen, etwas Watte und viel Klebeband.

Nachdem die Hirten in der großen Gruppe vorgestellt wurden, gab es eine zweiten gespielten Dialog von der evangelischen Jugend, in dem sich zwei Schafe unterhielten. Das eine Schaf, das dem guten Hirten gehörte und das andere Schaf vom Mietling. Anschließend wurde in den Kleingruppen kurz besprochen, was denn ein gutes Schaft aus macht und jeder bastelte sein eigenes kleines Schaf. Mit einem Band um den Hals, worauf jeder schrieb, warum dies ein gutes Schaf sei. Die Schafe wurden jeweils zu ihren Hirten gestellt und vorgestellt.

Allgemeine Heiterkeit erregte das Schaf, das bei einem anderem Hirten stand und einen Zettel mit der Aufschrift trug:“ein gutes Schaf verlässt seine Herde nicht“. Es wurde lachend von seiner Mutter zur richtigen Herde geleitet.

Wir hatten alle sehr viel Spaß an diesem Abend, der wie es sich für die evangelische Jugend gehört, etwas locker, aber nicht weniger interessant war.




Ein guter Hirte entsteht



Schafe werden geboren



Die Hirten mit ihren Herden





Pastor Andreas Kern mit seinem Schaf "Lecker" ;-)

 .

 

 

Donnerstag „Ich bin die Tür“



Pastor Michael Wabbel spielte Kinderlieder



Die Karten wurden beschriftet...



was fällt mir dazu ein?...



und in die Mitte gelegt

„Ich bin die Tür“, gemeinsam erarbeitet von den Kindergruppen, der Bücherei, Paulines Bücherkiste, der Kinderkirche 1 und dem Bibelschnack (Joh. 10,1-10)

Am vierten Abend standen die Worte „Ich bin die Tür“ im Mittelpunkt. Vorbereitet wurde er von der Bücherei, Paulines Bücherkiste, der Kinderkirche 1 und dem Bibelschnack. Gesungen wurden natürlich die Kinderliederaus Paulines Bücherkiste  und der Kinderkirche 1.

So begann der Abend mit dem Lied: „Lasst uns miteinander singen, loben, preisen den Herrn. Lasst uns das gemeinsam tun: singen, loben, preisen den Herrn..“ und wie immer begleitet von Pastor Michael Wabbel mit der Gitarre.

Nachdem der Text des Johannesevangeliums 10,1-10 vorgelesen worden war, bekam jeder eine Karte auf der unsere Kirchentür einmal geschlossen und einmal geöffnet zu sehen war, mit der Aufgabe ein oder zwei Sätze, die ihm dazu einfallen aufzuschreiben. Danach wurden die Karten eingesammelt, neu verteilt und vorgelesen.

Es waren wunderbare Gedanken zu hören. Hier ein paar Beispiele:

„Die offene Tür „saugt“ förmlich an, da möchte ich gerne sein.“

„Schön, wenn die Tür zum Herzen auf ist“

„Die Tür ist offen, hineingehen musst Du selber“

„Komm rein hier ist es warm, vielleicht brennen Kerzen?“

„Ich muss draußen bleiben“

„Die Tür bietet Schutz“

„Die geöffnete Kirche lädt mich ein zu ein paar Minuten Zeit der Still“

Nach dem allen Kinder aus Pauline und Kinderkirche bekannten Lied: „Ich weiß, was jetzt kommt: eine neue Geschichte. Psst, psst, seid leise, seid still, weil ich jetzt unbedingt zuhören will!" hörten wir die Geschichte von zwei Mönchen, die ihr Zuhause verließen, um den Himmel zu suchen, den sie schließlich hinter einer riesengroßen Tür fanden.

 




Ganz eifrig und konzentriert...



wurden die Türen ausgemalt...



aufgeschnitten und aufgeklegt...




um so eine Tür zubekommen.

In Kleingruppen wurde vier Fragen zu den Jesusworten diskutiert:

1.       Jesus ist die Tür zum Leben. Aber wie finde ich unter all den vielen Türen, den geöffneten und verschlossenen, den schönen und nicht so schönen, den verlockenden und den unscheinbaren, den geheimnisvollen und den scheinbar nicht zu öffnenden, diese eine Tür zum Leben?

2.       Jesus verspricht „Leben in Fülle“? erlebe ich diese Verheißung in meinem Leben?

3.       Inwiefern ist „Gemeinde“ für mich ein Ort der Ruhe und Besinnung? Wie leben wir in unserer Gemeinde das „Draußen und Drinnen“?

4.       Wer oder was gefährdet, verunsichert meinen Glauben?

Es wurde darüber gesprochen, dass es Türen gibt, durch die man immer wieder gerne geht, ob für den Glauben eine Gemeinde notwendig sei, dass es je nach Lebensabschnitt unterschiedlich sei, ob und in welchen Gruppen der Gemeinde man sich wohlfühle, ob „Leben in Fülle“ ein erfülltes Leben bedeute und dass ein schwer Schicksalsschlag den Glauben gefährden könne.

Wie sich das für Pauline und Kinderkirche gehört bastelten alle passend zu dem Thema eine Tür, die erst ausgemalt, dann aufgeschnitten und aufgeklebt wurde, so dass man sie öffnen konnte, um den Spruch zu lesen:

„Der nächste Weg zu Gott durch der Liebe Tür. Der Weg der Wissenschaft bringt dich gar langsam für.“  

Angelus Silesius

Nach dem Gebet und beendete das obligatorischen „Tschüss, mach’s gut“-Lied den Abend.

Freitag „Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben“



Kruzifix mit Abendmahlsbrot und Wein



Pastor Andreas Kern begleitet mit der Gitarre



Ein Bild von Reinhard Zimmermann

„Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben“ mit dem ehemaligen Feierabendgottesdienst-Team (Joh.14,1-14)

Am fünften und letzten Bibelwocheabend standen die Jesus Worte: „Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben“. Er wurde vorbereitet von dem ehemaligen Feierabendgottesdienst-Team.

Die Mitte war – wie früher beim Feierabendgottesdienst üblich – mit dem Kruzifix geschmückt. Auf dem Tisch standen auch schon das Brot und der Wein für das Abendmahl, das traditionell am letzten Abend der Bibelwoche gemeinsam gefeiert wird.

Mit dem Beamer wurde ein Bild von Reinhard Zimmermann mit dem Namen „der Weg, die Wahrheit und das Leben“ an die Leinwand gestrahlt. Wir wurden aufgefordert zu erzählen, was wir auf dem Bild sehen. Sehr schnell begann eine rege Diskussion, nicht nur darüber, was dort zu sehen war, sondern auch wie es zu verstehen sei und mit welchen Gefühlen das Bild betrachtet wurde.

Natürlich wurde auch an diesem Abend gemeinsam gesungen, begleitet von Pastor Andreas Kern mit der Gitarre.

Nachdem der Text aus dem Johannesevangelium vorgelesen worden war, wurde in der großen Runde darüber gesprochen. Besonders diskutierten die Teilnehmern darüber, was der Satz „In meines Vaters Hause sind viele Wohnungen“ bedeute.

In Kleingruppen wurde sodann darüber gesprochen, was man mit den Worten „Weg, Wahrheit und Leben“ verbindet.

Zum Abschluss feierten alle gemeinsam das Abendmahl. In einer besonderen Form, weil jeder das noch ofenwarme Brot für den anderen teilte und weitergab. Desgleichen ging der Abendmahlskelche herum.

Nach Gebet und Segen gingen die Teilnehmen nicht auseinander, sondern saßen noch bei einem Glas Wein und etwas Brot gemeinsam beisammen.


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