Der Sonntags-Gottesdienst

Gottesdienst

Unter Liturgie versteht man  Ablauf und Ordnung eines Gottesdienstes. Einige Stücke kommen in jedem Gottesdienst wieder vor und einige Stücke werden immer wieder neu gestaltet. 

Liturgien gibt es übrigens auch außerhalb des Gottesdienstes: In unserem Leben gibt es eine Fülle „liturgischer“ Handlungen, zum Beispiel bei Geburtstagsfeiern und Festen: Bestimmte Elemente kehren immer wieder: Verwandte und Bekannte werden eingeladen, Gastgeber begrüßen ihre Gäste, die Gäste überreichen Geschenke, man setzt sich, eventuell nach einer Tischordnung, zu Tisch. Alle heben das Glas und stoßen miteinander an. Reden werden gehalten, Beifall geklatscht.

So wie sich diese Formen in den Festen des Lebens eingespielt haben, ist es auch im Gottesdienst. Manches kehrt immer wieder, und es hat sich im Laufe der Zeit eine gewisse Ordnung eingespielt, in der unter anderem Lieder, Gebete, Wechselgesänge, Lesungen und Verkündigung ihren Platz haben. Die Grundform des normalen Sonntags-Gottesdienstes durchläuft vier Schritte:

1. Eröffnung und Anrufung: Die Gemeinde versammelt sich in der Kirche. Viele bleiben kurz zu einem Gebet in der Bank stehen, bevor sie sich setzen. Nach der Eingangsmusik begrüßt der Pastor/die Pastorin die Gemeinde mit den Worten: „Friede sei mit euch.“ Die Gemeinde antwortet: „Friede sei mit dir.“ Es folgen unterschiedliche Stücke: Lied, Psalm, der Bittruf „Herr erbarme dich“ (auf griechisch „Kyrie eleison“) im Wechsel zwischen Liturg/in und Gemeinde, Lobgesang „Ehre sei Gott in der Höhe“, Tages-Gebet.

2. Verkündigung und Bekenntnis: Nun kommt es zu einem Wechselspiel zwischen Lesung und Auslegung biblischer Abschnitte und Antwort der Gemeinde in Gesängen, Gebeten und Gaben: biblische Lesungen, Gesang („Halleluja“), Predigt, Glaubensbekenntnis, Mitteilungen aus dem Leben der Gemeinde (Abkündigungen), Kollekte, Fürbitten.

3. Abendmahl: Das Abendmahl feiern wir in St. Paulus an jedem ersten Sonntag im Monat und zu hohen Festtagen.

4. Sendung und Segen: Mit dem Segen wird die Gemeinde über die Schwelle geleitet vom Gottesdienst zurück in den Alltag.

Was der Gottesdienst ist, kann man im Grund nicht theoretisch erfassen, sondern nur selbst erleben. Gemäß dem Motto „Von außen sehen die Kirchenfenster dunkel und trübe aus – geht man in die Kirche hinein, beginnen sie zu leuchten“ kann ich Sie nur ermuntern, einen Gottesdienst selbst zu erleben und auf sich wirken zu lassen. Wieder und wieder.

Falls Sie Fragen haben und manche Abläufe genauer erklärt bekommen möchten, sprechen Sie einen von uns Pastoren und Pastorinnen an. Denn wir wissen, daß die alte Liturgie heute nur noch einem kleinen Kreis bekannt ist. Wir möchten aber keine „Geheimlehre“ pflegen, die kaum noch einer kennt oder versteht, sondern wir möchten die alten Abläufe zugänglich machen. Zum Gottesdienst in St. Paulus gibt es außerdem vorgefertigte Blätter mit dem genauen Ablauf. Fragen Sie danach!

 Ines Bauschke

Gottesdienste müssen Spaß machen

Gemeinde beim Taufgottesdienst

Ja, Gottesdienste machen mir Spaß, ganz besonders hier in St. Paulus. Macht es nicht Spaß, eine ganze Stunde Gott nah zu sein, Lieder zu singen und Geschichten zu hören?

Mal im Ernst: Gottesdienste hier in St. Paulus machen mir Spaß, aber nicht Spaß in Form von: Es ist lustig, es gibt viel zu lachen, ich kann mich unterhalten lassen. Natürlich, auch in Gottesdiensten kann es Momente geben, in denen gelacht wird, aber das ist es nicht, was ich meine. Gottesdienste machen mir Spaß, wenn ich mich ganz auf sie einlassen kann, wenn ich eine Stunde ganz dabei bin und wenn ich etwas mit nach Hause nehme. Ein Gottesdienst bedeutet für mich, gute Musik zu erleben, zu singen, auch wenn ich nicht wirklich gut singen kann, einer Band oder der Kantorei zuzuhören oder wenn David Schollmeyer Orgel spielt. Gottesdienst bedeutet für mich, ganz einzutauchen in eine Geschichte, die mein Herz berührt, von einer Predigt eingefangen zu werden, die etwas in mir öffnet. Gemeinsam ein Gebet zu sprechen und dabei zu fühlen, ich bin nicht alleine mit meinem Glauben. Gottesdienst bedeutet für mich auch, das Abendmahl zu feiern und dabei zu spüren, Gott ist bei uns.

Ich genieße sehr die verschiedenen Gottesdienste hier in St. Paulus: den ursprünglichen Gottesdienst am Sonntag um 10 Uhr, geführt von einer Liturgie, die mir wie ein Ritual Halt gibt, den Zwischenhaltgottesdienst, der jedesmal etwas ganz Neues offenbart und auch den Feierabendgottesdienst, der einlädt zum Mitmachen.

Jeder Gottesdienst ist etwas ganz besonderes und tut mir gut.

Pirko Silke Lehmitz

 

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