Seit Anfang Juni 2009 gibt es auf dem Alten Friedhof der St. Paulus Gemeinde sogenannte Urnen- Staudengräber.
Viele Angehörigen, die vielleicht gar nicht in Buchholz leben, scheuen eine aufwändige und teure Grabpflege und haben bisher als Bestattungsart häufig die Rasenlage gewählt. Dort finden Verstorbene unter einer Wiese die letzte Ruhe. Nur eine Namensgrabplatte dient der Erinnerung. Bei der Rasenlage gibt es jedoch nicht die Möglichkeit, das Grab individuell mit Blumen zu schmücken oder dort ein Grablicht aufzustellen. Die Angehörigen haben oft erst später festgestellt, dass ihnen ein „eigener“ Ort für die Trauer um ihre Verstorbenen wichtig ist, insbesondere um bei einem Besuch Blumen niederzulegen oder eine Kerze anzuzünden.
Im Gegensatz zur Rasenlage ist dies bei den Staudengräbern möglich. Auf jedem Grabplatz ist Platz für zwei Urnen. Dieser vordere Bereich wird vom Friedhof mit hübsch blühenden Bodendeckern „Waldsteinia“ bepflanzt und gepflegt. Im hinteren Bereich liegt ein Kissenstein mit dem Namen und den Daten des Verstorbenen. Neben diesem Stein können die Angehörigen nach eigenen Wünschen Blumen pflanzen. Dort ist auch Platz für ein Grablicht oder etwas Persönliches, was der Trauernde mitbringt.
Staudengräbern geben den Angehörigen viele Möglichkeiten, ohne sich auf eine 25-jährige Grabpflege zu verpflichten. Denn falls der hinterbliebene Ehepartner selbst nicht mehr in der Lage sein sollte, den hinteren Bereich zu bepflanzen, kann dieser einfach mit Waldsteinia bepflanzt werden, und niemand braucht das Grab zu pflegen.
Die erste Grabanlage ist schon fast belegt, so dass der Friedhof nach einem Platz für eine weitere Anlage Ausschau halten muss.
Pirko Silke Lehmitz
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