Liebe Gemeinde!

Ein kleiner Posaunenchor auf der Empore. Rechts sieht man noch Bögen von zwei Zugposaunen. Einen Dirigenten brauchen sie wohl nicht. Auf den Notenständern das Choralbuch und noch ein Blatt rangeklemmt, wahrscheinlich der Ablauf des Gottesdienstes. Alle sind konzentriert dabei. - Auf dem 2. Bild schauen nur die zwei auf der rechten Seite nach vorn, wo ein Lektor am Pult das Evangelium vorliest. Der Mann und die Frau in der Mitte lachen über irgendetwas. Die beiden links schlagen schon die Noten für das nächste Lied auf.

Wer gemeinsam musiziert oder im Chor singt, der kennt beide Bilder: Die Konzentration bei der Aufführung und auch den lockeren Umgang miteinander, die Geselligkeit. Beides bestimmt die Chorproben. Chorleiter/innen müssen oft zur Ruhe mahnen, wenn sie mit einer Stimme üben und die anderen anfangen zu klönen. Der Chor will ja was erreichen. Aber die Geselligkeit darf auch nicht fehlen. So auch in unserem Gospelchor. - Chöre, und ich glaube besonders Posaunenchöre, verbinden viele Gegensätze und Unterschiede: jung und alt, Mann und Frau, Anfänger und Fortgeschrittene. Alle sind dabei mit der Luft und ihrem Atem, mit Anstrengung und Entspannung, um Gott zu loben. In Psalm 150 ruft der Beter zum großen Halleluja auf:

Lobet Gott für seine Taten, lobet ihn in seiner großen Herrlichkeit!
Lobet ihn mit Posaunen, lobet ihn mit Psalter und Harfen!
Lobet ihn mit Pauken und Reigen, lobet ihn mit Saiten und Pfeifen!
Lobet ihn mit hellen Zimbeln, lobet ihn mit klingenden Zimbeln!
Alles, was Odem hat, lobe den Herrn! Halleluja!

Die Evangelische Kriche in Deutschland (EKD) bereitet sich mit verschiedenen Themen auf das 500. Reformationsjubiläum im Jahre 2017 vor. Dieses Jahr lautet das Thema: "Reformation und Musik". Sie diente der Verbreitung der reformatorischen Ideen. Flugblätter mit Texten und Melodien und dann kleine Liedhefte kamen in Umlauf. "Davon ich singen und sagen will" dichtete Martin Luther über Gottes Menschwerdung. Das ist keine neutrale Mitteilung. Das Wunder der Weihnacht rührt das Herz an, so dass ein Mensch herauskommt mit seiner Stimme und singt und lobt und spielt. das passiert in jedem Gottesdienst und auch alltags: "Halleluja" - Einen guten Anfang im neuen Jahr - mit oder ohne Chor - wünscht Ihnen

 

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